Schlachtfest in Italien oder Schwein gehabt!
Monday, January 30th, 2006
Die Gelegenheit bei einer Hausschlachtung dabei zu sein, bietet sich nicht alle Tage. Auch in Italien, werden es natürlich immer weniger Metzger, die sich in Ihrer Freizeit dazu hinreissen lassen, ein Schwein in seine Einzelteile zu zerlegen. Vom Montefeltro und seinen sonst in saftigem Grün erscheinenden Hügeln und auch vom Monte Carpegna, war gestern so gut wie nichts zu sehen. Alles war in dichten Nebel gehüllt. Wir hatten wirklich Schwierigkeiten, das in der Nähe von Villagrande gelegene Haus von Gianni zu finden. Als wir ankamen, waren beide Schweine schon geschlachtet, die Eingeweide entsprechend versorgt und die Schinken zurechtgeschnitten. Gianni war mit seinem Helfer schon dabei, das Fleisch zu verwursten. So blieb uns nichts anderes übrig, als uns mit dem mitgebrachten Brot, Käse, Antipasti und einigen Flaschen Sangiovese, bis zum Mittagessen durchzuschlagen. Das hatte es dann aber auch wirklich in sich. Hausgemachte, frisch zubereitete Tagliatelle al Ragu, so gut, dass ich doch glatt beim Schreiben Hunger bekomme. Die auf dem offenen Feuer gebratenen Steaks und Würste, hier natürlich Filetti und Salsice waren Spitze. Der Wein und danach der Kaffee mit Anice versetzt taten ihr übriges, um unsere Herrenmanschaft bei guter Laune zu halten. Währenddessen, schaffte es Gianni, den Rest der beiden geschlachteten Schweine zu verwursten. Das Ergebnis ihrer Bemühungen, kiloschwere Salami, Salsice (kleine, aber feine schmackhafte Würstchen), Coppa, Pancetta und Trippa, wurde gerecht auf unsere Mannschaft aufgeteilt. Beladen mit diesen Schätzen, konnten wir so am frühen Abend unsere Heimreise antreten. Für eine Fotsetzung ist gesorgt. Am Donnerstag Abend, hat Massimo zur Schlachtplatte eingeladen.
Nach dem Mittagessen, könnte der Sonntagnachmittag auch für Italiener einen geruhsamen Verlauf nehmen. Zu Weihnachten oder Ostern erscheint der Papst mit seinem Segen Urbi et Orbi auf dem Bildschirm, sollten nicht andere Familienmitglieder für Unterhaltung sorgen, ist der Nachmittagsschlaf gesichert. Wer sich dann durch die italienischen Fernsehkanäle zappt, stößt unweigerlich auf die Sendung >Buona Domenica<, moderiert von Maurizio Costanzo. Dummerweise, läuft diese auf Canale 5 von Berlusconis Mediaset. So läßt die Qualität der Sendungen, zumindest für meinen Geschmack, sehr zu wünschen übrig. Schwer verdaulich, die ewig lange Einblendung in diretta della Casa del Grande Fratello, eine Live-Schaltung zur aktuellen Besatzung der EndeMol-Soap-Opera, die hier in Italien, wie wohl nirgendwo sonst in Europa, mal wieder fröhliche Urständ feiert.
Etwas verwundert, habe ich diese letzte Neuigkeit, den italienischen Wein und im besonderen den Chianti und den Chianti Classico betreffend, mitbekommen. Der gemeine Chianti, hat seinen Ursprung zwischen Florenz und Siena, aber eben auch in vier weiteren Provinzen der Toskana, nämlich
Bis zum 19. Februar 2006, findet im Palazzo delle Stelline in Mailand, die Ausstellung Buenavista statt. Gezeigt werden mehr als 100 Poster aus den Zeiten nach der kubanischen Revolution, die von Pop-Art über den Surrealismus, bis zum realexistierenden Sozialismus reichen.


Verschiedene Buchhändler von Rom bis Fermo in den 
Für Kinder in Italien, ist unzweifelhaft La Befana am 6. Dezember, der Höhepunkt der ganzen Weihnachtszeit. Bekommen sie doch an diesem Tag von der guten Zauberin ihre eigentlichen Weihnachtsgeschenke überreicht, und dazu die Strümpfe, gefüllt mit allerlei Süßigkeiten, von Schokolade über Smarties, bis zu Orangen. Die unfolgsamen unter den Kindern, werden traditionell mit Kohlestückchen bedacht.

