Felicitá - San Remo 2006
Monday, February 27th, 2006
Zum Abschluss des 56. Schlagerfestivals San Remo 2006 im Teatro Ariston, tritt am Samstag Paul Newman als Ehrengast auf. Diese Überraschung ist Giorgio Panariello tatsächlich gelungen. Ich kann mich jedoch nicht daran erinnern, Paul Newman je singen gehört zu haben. Warum er also nach Italien kommt und ausgerechnet auf diesem ausgelutschten Festival auftritt, wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben. Es bleibt also zu wünschen, daß alle Fernsehzu-und nichtschauer, diese lahme Woche in San Remo auch ohne den beleidigten Albano überleben, der auf raffinierte Weise eingeladen, oder je nachdem wie man es betrachtet, ausgeladen wurde. Die Einladung stand, zusammen mit Romina Power aufzutreten und irgendwelche alten Schnulzen zum besten zu geben.
In Ravenna findet vom 3. März bis zum 8. Oktober, die Ausstellung Santi Banchieri Re (Heilige, Banker und Könige) statt. Der Titel lässt schmunzeln, ich kann Sie beruhigen, es werden mit Sicherheit keine Portraits von Chefs deutscher Grossbanken präsentiert. Vielmehr, werden wunderschöne, spätantike und byzantinische Mosaiken gezeigt. Der Name der Ausstellung geht darauf zurück, daß der Heilige San Severus und auch ein reicher Bankier, Guiliano l’Argentario, in der Ausstellung vertreten sind. Der Fokus der Ausstellung, richtet sich jedoch vor allem auf das goldene Zeitalter der Stadt Ravenna (die epoca d’oro), sowie Classe im VI. Jh. n. Chr. und ihre Entwicklung zur Hauptstadt des weströmischen und später des byzantinischen Reichs. In der Kirche San Nicolò, werden mehr als 100 Exponate gezeigt, die den Einfluß Ravennas im Mittelmeerraum dokumentieren. Wichtige Einzelstücke der Ausstellung, kommen selbst aus dem syrischen Nationalmuseum in Damaskus und dem Konservatorium der französischen Nationalbibliothek in Paris. Die Mosaiken der Basilika des Heiligen Severius, werden zum ersten mal ausgestellt.
Schwarzer Kaviar, Blinis und Wodka, die russische Olympiamanschaft weiß offensichtlich, wie man es sich gut gehen läßt. Schon kurz nach der Eröffnung der Winterpiele am 9. Februar 2006, berichtete die italienische Presse, über ein rauschendes Fest der Sportler im russischen Haus in Turin. Dumm gelaufen das ganze. Jetzt stellte sich heraus, daß von den Russen, zwischen 25 und 100kg schwarzer Kaviar, nach Italien geschmuggelt wurden (wobei sich der Marktpreis zur Zeit bei ungefähr 500-600 € pro 100 Gramm bewegt).
Sollte es Sie einmal in die Emilia-Romagna verschlagen und Sie verfügen dazu noch in Ihrem Auto über ein Navigationssystem, empfiehlt es sich dieses auf Mulazzano (Coriano) zu programmieren. Die Pizzeria Da Sergino, ein uriger italienischer Familienbetrieb, ist zwar nicht sonderlich gemütlich, aber dafür sind die Pizzen (aus dem Holzofen), die Sie hier nicht nur essen, sondern auch geniessen können, einfach hervorragend. Wenn sich die deutschen Pizzabäcker an meinen beiden hiesigen Favoriten versuchen, entstehen Rezepte mit Zutaten wie Dinkelmehl, kaltgepresstem Sonnenblumenöl, Rahmgouda, Gemüsebrühe und Petersilie. Einfach grauenhaft und in Italien undenkbar. Back to the roots, nicht nur im Zeichen der slow-food Bewegung, möchte ich hier wirklich für die einzigen Zutaten plädieren, die in und auf einer Pizza Margherita oder einer Pizza Romana zu finden sein sollten. Rezepte folgen. Also zum Belag der Pizza Margherita: Frische Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Schluß. Bei der Pizza Romana sind leichte Variationen erlaubt, im Grunde aber besteht die Auflage immer aus: Mozzarella, frischen Tomaten, Sardellen, Kapern und ein bisschen Oregano. Wer es mag, kann mal zur Abwechslung und wirklich ausnahmsweise, auch etwas Salami, Mortadella oder schwarze Oliven zusätzlich drauflegen. Wem es nicht zu teuer ist, verwendet natürlich bei allen Pizzas nur Mozzarella di bufala. Wie Sie sehen, konnten es unsere beiden Frauem auf dem Bild kaum erwarten, bis Sergio der Pizzaiolo uns endlich unsere Pizzen an den Tisch brachte. Dafür haben wir sie uns zusammen mit einem Glas Sangiovese, gut schmecken lassen.
Natürlich liegt Turin in Italien, genauer in Norditalien und noch genauer, im Herzen des Piemont. Voilà, auf diesem Auschnitt sehen Sie zugleich all die Orte, an denen die XX. Olympischen Winterspiele 2006, die hier gerade vom 10-26. Februar stattfinden, ausgetragen werden. Wer sich jetzt über den aktuellen Stand der Spiele und die Wettkampfresultate informieren will, der 
Das höchste Verwaltungsgericht, überraschte am gestrigen Mittwoch mit seinem positiven Urteil zum Verbleib von Kruzifixen in Schulräumen. Dieses Gerichtsurteil wird von Kommentatoren jetzt schon, als Meilenstein in der italienischen Rechtssprechung betrachtet. Der Kulturkampf ums Kruzifix, in Italien scheint er damit wohl zuerst einmal beendet zu sein.



