Archive for November, 2006

Fabio Cannavaro, il Pallone d’Oro und Monica Bellucci

Thursday, November 30th, 2006

Monica Bellucci mit Fabio CannavaroDie Herren von France Football, haben Fabio Cannavaro zum Weltfussballer des Jahres 2006 gewaehlt. Mit 173 Punkten, setzte sich Cannavaro gegen Gigi Buffon (124 Punkte) und Thiery Henry (121 Punkte) durch.

Die Auszeichnung, wurde dem ehemaligen Kapitaen der Squadra Azzura (jetzt bei Real Madrid) von niemand anderem als Monica Bellucci ueberreicht. Ganz hingerissen meinte Cannavaro:"È già un piacere ricevere il Pallone D’Oro, poi riceverlo dalla Bellucci è stata un’emozione fortissima”.

Was nicht verwundert, wenn man sich das Bild genauer anschaut. Cannavaro scheint von den physischen Reizen Monica Bellucci’s ueberwaeltigt gewesen zu sein.

Berlusconi’s Ohnmacht

Tuesday, November 28th, 2006

Silvio Berlusconi

Ab und an kommt es vor, dass ich mich auf die Webseite von Spiegel Online verirre. Nach meinem letzten Post ueber Silvio Berlusconi hatte ich eigentlich nicht vor so schnell auf ihn zurueck zu kommen. Nur diesmal laesst mir der Spiegel keine andere Wahl. Von wegen man solle ueber Verstorbene nichts schlechtes sagen, dank meiner katholischen Erziehung dachte ich dies gelte auch fuer Kranke. Berlusconi ist ja noch nicht tot und bleibt Italien und mir sicher noch eine Zeit lang erhalten. Was mich stoert, ist der fast schon scheinheilige, auf Auflage schielende (wohl verfruehte) Nachruf der heute in Spiegel Online zu lesen war "Berlusconis Image: Echt stark, diese Schwaeche" Damit das ganze der Nachwelt und den Nachgeborenen erhalten bleibt, hier der Text im Original:

"Das Bild von Silvio Berlusconis Schwächeanfall ist mehr als nur ein Pressefoto. Es erzählt von Gewalt und Religion, Macht und Erlösung. Ein Patriarch zeigt Schwäche - wo hat man das zum letztenmal gesehen? Im Teil drei des "Paten" - wenn Al Pacino in der Küche zusammenbricht, geschwächt von Schuld und Last eines nicht enden wollenden Krieges gegen Konkurrenz und Gesetz. Silvio Berlusconi, früherer Regierungschef Italiens und Medienmogul, ist natürlich kein Pate, auch wenn er bereits ein halbes Dutzend Gerichtsverfahren überstanden hat. Die Ikonografie jedoch kennt keine Genregrenzen, sie überspringt mühelos Zeiten, dringt in verschiedenste Kontexte ein.

Das Pressefoto des erschöpften Berlusconi hat die Qualität des Déjà Vu, es zitiert die Leiden Don Corleones herbei und erinnert darüber hinaus daran, dass sich der Ex-Regierungschef wie die Bosse aus Francis Ford Coppolas Mafiaepen gegen den Vorwurf der Richterbestechung, des Meineids, der Geldwäsche und Bilanzfälschung wehren musste. Seit gestern steht er wegen Steuerbetrug vor Gericht - das Verbrechen, für das einst Al Capone hinter Gitter ging.

Das Bild seines Schwächeanfalls ist auch ein Emblem der Stärke. In seiner Kompaktheit dokumentiert es den Zusammenhalt einer Interessengruppe, in der der Unternehmer buchstäblich aufgehoben ist. So einer wird nicht zu Fall gebracht, wenn er herabsinkt - es vertieft nur seine Wirkung als gesellschaftliches und kulturelles Zeichen.

Man kann die drei Männer, die ihn halten, in diesem Zusammenhang als Allegorien lesen: Die Tatkraft, die Rechte auf Berlusconis Herz gelegt; die Sorge, seine erhobene mahnende Hand greifend, und die Gelassenheit, ruhigen Blicks ihn musternd - sie umgeben ihn wie ein Harnisch in schwerer Zeit.

Berlusconi ist bei seiner Rede am vergangenen Sonntag tatsächlich kurz ohnmächtig geworden. Der physischen Ohnmacht sekundiert die moralische, die den Mogul immer öfter angesichts der politischen Lage befällt. "Mir reicht es", sagte er der Zeitung "Libero", er werde ein Buch schreiben mit dem Arbeitstitel "Mein Märtyrium für die Freiheit".

Nun ist der Märtyrer eine grundlegend religiöse Figur, ihr Leiden hat metaphysische Qualität, und auch das kommt im "Schwächebild" zum Ausdruck. Wenn er so herabsinkt, den Blick von der Welt abgewandt, wie nach innen gekehrt, dann wird das Pressefoto zur erweiterten Pieta mit Berlusconi als Erlöser, den zwar nicht die gütigen Arme der Mutter Gottes halten, der sich dafür aber der Zuwendung einer heute ebenso sakrosankten Instanz sicher sein kann: der des Fernsehpublikums.

Kintopp und Religion, zwei Formen der populären Bildverwaltung und -verdichtung, schließen sich in der Erscheinung des reichsten Manns Italiens zum Ausdruck der Macht zusammen. Schon Coppola und Martin Scorsese bezeugten die Verbindung von Glaube und Gewalt, Inbrunst und Inszenierung in ihren fiktionalen Analysen jener unheiligen Familie namens Mafia. Wo Berlusconi auftritt, treten auch diese Motive auf den Plan: die Stärke des Clans; das Selbtsverständnis des Erwählten, den irdisches Gesetz nicht trifft.

Er habe einen Kollaps erlitten, hieß es heute. Gestürzt ist Berlusconi nicht, er steht fest im Bilderhaushalt unserer Kultur, die ohne Medien nicht zu denken - und nicht zu lenken ist."

Was ein geruehrter Quark, obwohl Berlusconi wirklich ein Kotzbrocken ist, bin ich vom Mitgefuehl des Autors mit der Person Silvio Berlusconi nachgerade ueberwaeltigt. Wann ist wohl der letzte Spiegel-Redakteur mit einem blutenden Pferdekopf ueber seinem Bett aufgewacht?

Michael Schuhmacher wird Ehrenbuerger von Maranello!

Wednesday, November 22nd, 2006

SchumiEine der erfreulichen Mitteilungen des Tages kommt unter der Ueberschrift "Formula 1: Schuhmacher cittadino onorario di Maranello" von der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Die kleine Weltstadt Maranello (wo fuer wer es nicht weiss der Hauptsitz von Ferrari liegt) macht Michael Schuhmacher zum Ehrenbuerger. Der Buergermeister Lucia Bursi, meinte zur Begruendung: "Con la sua splendida storia sportiva alla Ferrari Schumacher e’stato per Maranello un compagno di viaggio in un tratto di strada importante della sua storia". Des weiteren sei das ganze kein formaler Akt, vielmehr "un sentimento comune fra i maranellesi che da tempo considerano Schumi un concittadino un po’speciale". Dem bleibt wie ich finde nichts hinzuzufuegen.

Italienischer Herbst

Wednesday, November 22nd, 2006

Tartufo di Macerata FeltriaWeil die kulinarischen Genuesse in Italien speziell im Herbst einen ihrer Hoehepunkte erleben, war ich am Sonntag in Coriano wo noch bis am naechsten Sonntag die Fiera dell’Oliva e dei Prodotti Autunnali stattfindet. Neben Oliven, Kastanien (nicht nur aus Montefiore zu 4€ das Kilo), Kapern, fantastischem mit Sauerteig gebackenem Brot aus Appulien, Orangen, Mandarinen, getrockneten Tomaten, voilà la sua maestà il tartufo. Die Trueffel auf dem Bild stammen von selbigem ruehrigem Herrn aus Macerata Feltria. Wenn Sie jetzt die Gelegenheit haben sollten sich etwas weissen Trueffel zu besorgen (schwarzer geht auch), finden Sie hier ein Rezept welches, nachdem Sie falls notwendig Langenscheids Taschenwoerterbuch zu Rate gezogen haben, danach ruft ausprobiert zu werden: Coniglio al Tartufo Ingredienti per 4 persone: un coniglio a pezzi, tanti aromi (rosmarino, alloro, timo, origano, menta), tre peperoni, mezzo bicchiere di vino bianco, poco brodo vegetale ristretto, sale, pepe, tartufo bianco. Scottate per cinque minuti la carne in un dito d’aqua, scolatela e asciugatela con un tovagliolo o carta di cucina; disponetela in una pirofila rivestita con carta da forno insieme agli aromi; pulite i peperoni dei semi, tagliateli a striscioline sottili e metteteli sopra il coniglio aggiungente il vino bianco, salate e pepate; fate cuocere in forno a 200 gradi per mezz’ora (gli ultimi 10 minuti al grill) bagnando di tanto in tanto con il brodo vegetale. Prima di servire, se volete, grattuggiate sopra il tartufo.

Buon appetito!

Berlusconi - a never ending nightmare?

Tuesday, November 21st, 2006

Silvio BerlusconiAlthough he is not in power anymore, the former Italian prime minister is showing up on at least one of his Mediaset-TV-channels on a daily basis. Several months after Berluconi lost the elections, it is bewildering and disgusting to listen to e.g. Emilia Fede the director of Canale 4. When he, with his sardonic smile on his face, talks about the government every now and then he likes to call it "l’attuale maggioranza" (the actual majority). For sure not only he is convinced that his beloved friend Silvio Berlusconi will arrange a comeback. Many Italians still tend to admire the rise especially to wealth of this person, even when achieved via dubious tricks and connections to members of the Mafia. Funny reading, today’s story at BoingBoing titled "Berlusconi used Hollywood studios for money laundering" It goes:" Former Italian Prime Minister Silvio Berlusconi is on trial for laundering money by purchasing copyright licenses from MPAA members. Accused of co-conspiring with him is David Mills, the "estranged husband" of Tessa Jowell, the British copyright minister who has taken many extremist stances in support of the handful of US-led Fortune 100 companies that dominate global entertainment.

Next time you hear an entertainment exec spouting evidence-free garbage about P2P being used to fund terrorism, ask him about Berlusconi and his company’s complicity with high official corruption and money-laundering."

"Prosecutors say offshore companies set up in the early 1990s were used to buy American film rights which were sold at hugely inflated prices to Mr Berlusconi’s television company, Mediaset.

It was an intricate system designed, they allege, to ensure the former prime minister avoided paying tax."

PS. Almost forgot that there is the rest of this nice article by the BBC as well.