Die Vespa wird 60, Buon Compleanno!
Sunday, April 30th, 2006
Die Vespa, das urige Vehikel mit dem Millionen Menschen immer noch und nicht nur in Italien unterwegs sind, wird 60 Jahre alt. Die unlängst renovierte Sommerresidenz von Benito Mussolini in Riccione, in der sich dieser selten, seine Geliebte Clara Petacci, dafür um so öfter aufhielt, beherbergt bis zum 3. September, die Ausstellung «Vrooooom! Italia in moto», (Italien auf dem Motorrad/dem Motorroller unterwegs). Als es vor mehr als einem Jahr, noch um die Nutzung dieser speziellen Immobilie ging, hatten sich die Gemüter der Bewohner von Riccione, vor allem in Leserbriefen extrem erhitzt, mittlerweile hat sich der Streit wie man sieht, gelegt.
Die Ausstellung, zeigt jede Menge Bilder, alte Presseberichte, Aussagen von Zeitzeugen, Raritäten und Sammlerstücke, aus 100 Jahren Geschichte des Motorrads und Motorsports. Es finden sich natürlich nicht nur die eine oder andere Vespa, sondern auch schöne alte Traummaschinen sei es von MV Augusta oder Moto Guzzi.
Öffnungszeiten der Ausstellung: Bis zum 31. Mai, Samstags und Sonntags von 15-20Uhr und vom 1. Juni - 3. September täglich, von 18-23Uhr.

auch auf dem Stadtwappen wiederfindet, stolz zu sein. Ist es doch der älteste, weltweit noch existierende, römische Torbogen, überhaupt. Schade ist nur, daß die Quadriga aus Marmor, die einst dieses Stadttor schmückte, nicht mehr vorhanden ist, sie wurde im 11. Jhdt., durch die auf dem Bild zu erkennenden Zinnen, ersetzt. Am Arco d’Augusto, nimmt der Corso d’Augusto (die Flaniermeile der Stadt Rimini) seinen Ausgang, durchquert die Altstadt und endet an der Ponte di Tiberio (Tiberius-Brücke), diie den Fluß Marecchia überquert, kurz bevor dieser in die Adria mündet. Hinter Santarcangelo di Romagna, könnte man glauben, sich irgendwo am Grand Canyon und nicht Mitten in Italien zu befinden. In Wirklichkeit ist es der Unterlauf des Flusses Marecchia, der sich in das nach ihm benannte Tal, das Val Marecchia vorarbeitet, aus der Emilia-Romagna heraus und in die Marchen hinein.

Weil ich ja tatsächlich immer noch genervt bin von wegen den Wahlen in Italien und insbesondere der unsäglichen Figur die Berlusconi dabei abgibt, ein kleines Intermezzo, dass mit all diesen Geschmacklosigkeiten nun wirklich nichts gemein hat. Pasta, die Nudel im allgemeinen und natürlich die italienische im besonderen. Wie kommt’s? Fast wie von ungefähr hatte ich mich mit zwei Kunden, heute zum Mittagessen bei Don Camillo, einem kleinen Restaurant in unserer Nachbarschaft eingefunden. Bestellt haben wir nicht gerade originell, 1xroten Hauswein (Sangiovese), 2 Warsteiner und Mineralwasser. Der Vorschlag es mit einer Auswahl ihrer heutigen Nudelkreation zu versuchen, eben einem "Bis", kam von Giovanni und es war ein Volltreffer. Konservativ wie ich beim Essen nunmal bin, konnte ich es mir nicht verkneifen zu den Raviolini alla Boscaiolo noch meine heiss und innig geliebten Tagliatelle al Ragout zu ordern. Was bleibt zu erwähnen? Die Tagliatelle, logisch hausgemacht, wie immer spitze, doch die Raviolini waren nachgerade ein zu entdeckendes Gedicht, ein Hauch von Limone, prosciutto crudo (leicht geraucht), zarteste Streifen porcini (Steinpilz) und das ganze in einer leichten Sahnesosse. Man kann nur noch die Augen verdrehen und in den kulinarischen Himmel, der sich natürlich in Italien befindet, entschweben.
Summertime and the living in Italy is easy. This was the impression I got when looking at those bikinis, seen lately at a private fashion-show in Riccione. With this fantastic swimwear and warmer days to come, can’t wait to see these beautiful ladies populating the sandy beaches of the adriatic riviera.

In Ravenna findet vom 3. März bis zum 8. Oktober, die Ausstellung Santi Banchieri Re (Heilige, Banker und Könige) statt. Der Titel lässt schmunzeln, ich kann Sie beruhigen, es werden mit Sicherheit keine Portraits von Chefs deutscher Grossbanken präsentiert. Vielmehr, werden wunderschöne, spätantike und byzantinische Mosaiken gezeigt. Der Name der Ausstellung geht darauf zurück, daß der Heilige San Severus und auch ein reicher Bankier, Guiliano l’Argentario, in der Ausstellung vertreten sind. Der Fokus der Ausstellung, richtet sich jedoch vor allem auf das goldene Zeitalter der Stadt Ravenna (die epoca d’oro), sowie Classe im VI. Jh. n. Chr. und ihre Entwicklung zur Hauptstadt des weströmischen und später des byzantinischen Reichs. In der Kirche San Nicolò, werden mehr als 100 Exponate gezeigt, die den Einfluß Ravennas im Mittelmeerraum dokumentieren. Wichtige Einzelstücke der Ausstellung, kommen selbst aus dem syrischen Nationalmuseum in Damaskus und dem Konservatorium der französischen Nationalbibliothek in Paris. Die Mosaiken der Basilika des Heiligen Severius, werden zum ersten mal ausgestellt.
Sollte es Sie einmal in die Emilia-Romagna verschlagen und Sie verfügen dazu noch in Ihrem Auto über ein Navigationssystem, empfiehlt es sich dieses auf Mulazzano (Coriano) zu programmieren. Die Pizzeria Da Sergino, ein uriger italienischer Familienbetrieb, ist zwar nicht sonderlich gemütlich, aber dafür sind die Pizzen (aus dem Holzofen), die Sie hier nicht nur essen, sondern auch geniessen können, einfach hervorragend. Wenn sich die deutschen Pizzabäcker an meinen beiden hiesigen Favoriten versuchen, entstehen Rezepte mit Zutaten wie Dinkelmehl, kaltgepresstem Sonnenblumenöl, Rahmgouda, Gemüsebrühe und Petersilie. Einfach grauenhaft und in Italien undenkbar. Back to the roots, nicht nur im Zeichen der slow-food Bewegung, möchte ich hier wirklich für die einzigen Zutaten plädieren, die in und auf einer Pizza Margherita oder einer Pizza Romana zu finden sein sollten. Rezepte folgen. Also zum Belag der Pizza Margherita: Frische Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Schluß. Bei der Pizza Romana sind leichte Variationen erlaubt, im Grunde aber besteht die Auflage immer aus: Mozzarella, frischen Tomaten, Sardellen, Kapern und ein bisschen Oregano. Wer es mag, kann mal zur Abwechslung und wirklich ausnahmsweise, auch etwas Salami, Mortadella oder schwarze Oliven zusätzlich drauflegen. Wem es nicht zu teuer ist, verwendet natürlich bei allen Pizzas nur Mozzarella di bufala. Wie Sie sehen, konnten es unsere beiden Frauem auf dem Bild kaum erwarten, bis Sergio der Pizzaiolo uns endlich unsere Pizzen an den Tisch brachte. Dafür haben wir sie uns zusammen mit einem Glas Sangiovese, gut schmecken lassen.

