Ein Gespenst geht um in Italien!

Ein Gespenst geht um in ItalienWenn es nicht so grotesk und lächerlich wäre. Knapp 3 Tage vor den Wahlen in Italien und kurz nach dem letzten Zusammentreffen zwischen Silvio Berlusconi und Romano Prodi, entfacht Berlusconi eine Schlammschlacht, die ihresgleichen sucht. Die Italiener, an einiges gewohnt, scheinen dies alles mit relativer Gleichgültigkeit zu ertragen. Der durchsichtige Versuch von Berlusconi, eventuell unentschlossene Wähler auf seine Seite zu ziehen, indem er die Abschaffung der von den Gemeinden erhobenen Steuer (ICI) auf das heiligste der Italiener (neben der Mama), das eigene Haus vorschlug, mag noch als Wahlkampfmanöver durchgehen. Was jetzt während der letzten beiden Tage über die Medien verbreitet wird, ist jedoch mal wieder unterste Schublade. Von Berluconi lange geübt und oft kunstvoll zelebriert, wird mal wieder das totgeglaubte Gespenst einer kommunistischen, linken Gewaltherrschaft, wie ein Karnickel aus dem Hut gezaubert. Ein solches Regime, wäre das was einträte, falls Romano Prodi und seine linke Koalition die Wahlen in Italien an diesem Sonntag tatsächlich gewinnen sollten. Folgt man Berlusconi, so sind weite Bereiche der Kultur, vom Theater, über den Film, aber auch der Banken, der Justiz und der öffentlichen Verwaltung, von Linken und Kommunisten regelrecht unterwandert. Wie konnte er sich unter diesen Umständen überhaupt 5 Jahre an der Macht halten? Die Wähler des Linksbündnisses noch als coglioni, sprich Ärsche die einem auf den Sack gehen zu bezeichnen und gleichzeitig die Katholiken aufzufordern nicht links zu wählen, setzt dem ganzen die Krone auf. Tja, eigentlich hatte ich nicht vor noch irgendwas über diese Geschichte zu schreiben, nur der Typ nervt gewaltig. Mat

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