Schlachtfest in Italien oder Schwein gehabt!


Die Gelegenheit bei einer Hausschlachtung dabei zu sein, bietet sich nicht alle Tage. Auch in Italien, werden es natürlich immer weniger Metzger, die sich in Ihrer Freizeit dazu hinreissen lassen, ein Schwein in seine Einzelteile zu zerlegen. Vom Montefeltro und seinen sonst in saftigem Grün erscheinenden Hügeln und auch vom Monte Carpegna, war gestern so gut wie nichts zu sehen. Alles war in dichten Nebel gehüllt. Wir hatten wirklich Schwierigkeiten, das in der Nähe von Villagrande gelegene Haus von Gianni zu finden. Als wir ankamen, waren beide Schweine schon geschlachtet, die Eingeweide entsprechend versorgt und die Schinken zurechtgeschnitten. Gianni war mit seinem Helfer schon dabei, das Fleisch zu verwursten. So blieb uns nichts anderes übrig, als uns mit dem mitgebrachten Brot, Käse, Antipasti und einigen Flaschen Sangiovese, bis zum Mittagessen durchzuschlagen. Das hatte es dann aber auch wirklich in sich. Hausgemachte, frisch zubereitete Tagliatelle al Ragu, so gut, dass ich doch glatt beim Schreiben Hunger bekomme. Die auf dem offenen Feuer gebratenen Steaks und Würste, hier natürlich Filetti und Salsice waren Spitze. Der Wein und danach der Kaffee mit Anice versetzt taten ihr übriges, um unsere Herrenmanschaft bei guter Laune zu halten. Währenddessen, schaffte es Gianni, den Rest der beiden geschlachteten Schweine zu verwursten. Das Ergebnis ihrer Bemühungen, kiloschwere Salami, Salsice (kleine, aber feine schmackhafte Würstchen), Coppa, Pancetta und Trippa, wurde gerecht auf unsere Mannschaft aufgeteilt. Beladen mit diesen Schätzen, konnten wir so am frühen Abend unsere Heimreise antreten. Für eine Fotsetzung ist gesorgt. Am Donnerstag Abend, hat Massimo zur Schlachtplatte eingeladen.
Der Kamin brennt erst mal

 

 

 

 

 

 

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