Sind Italiener Muttersöhnchen und Parasiten?
Spiegel Online, im speziellen Achim Achilles, wartete gestern mit einem regelrecht anti-italienischen Artikel "Eingeölt und angeschmiert" auf. Die italienische Nationalmannschaft hat sicherlich kein berauschendes Spiel gegen Australien geboten und ein Francesco Totti wie er nach seinem Elfmeter am Daumen nuckelt, gibt kein Idealbild eines Italo-Lovers ab. Die Azzurri wurden als "erschöpfte Strandfußballer an der Adria" beschrieben und dem Italien- und Fußballexperten vom Spiegel nach, ist auch klar "nur bis zum Halbfinale kann diese Schlawiner-Taktik gutgehen". Knüppelhart, wirklich mehr als die Vorurteile der untersten Schublade bedienend, ging es in diesem Artikel weiter. Der italienische Mann im besonderen und im allgemeinen (im Spiegel-Artikel vertreten durch einen imaginären Luigi Forello) wurde als faul, Muttersöhnchen und parasitäre Lebensform, beschrieben. Die Zeitungsleser
und Fernsehzuschauer in Italien reiben sich die Augen, von der Presse über RaiUno, wird an fast schon vergessen geglaubte Zeiten erinnert. Zwischenzeitlich wurde der Artikel entschärft, die Worte "parasitäre Lebensform" wurden entfernt und seit heute Morgen ist der Artikel wohl ganz von der Webseite des Spiegel verschwunden. Lesenswert, zwei der Artikel die ich in der italienischen Presselandschaft aufgestöbert habe, zum einen der Artikel des Corriere della Sera und die Meinung von Repubblica dazu. Achilles wiederum täte es sicherlich gut, sich beispielsweise den Artikel von Angelo Bolaffi durchzulesen in dem es heißt: "Die Deutschen ihrerseits lieben Italien so sehr, dass sie das Land am liebsten von ihren Bewohnern "befreien" möchten. Sie bewundern alles an diesem "bel paese", dem wunderschönen Land: die Küche, das Klima, die Kunst und die Gutherzigkeit. Die gebräuchlichsten italienischen Worte in Deutschland sind diejenigen, die auf die geschätzte Leichtigkeit des Seins anspielen: Pizza, dolce far niente, bel canto – aber sicher nicht seine Bewohner. Dies jedoch unter Vorbehalt, denn heimlich und mit ein wenig Neid schätzen Deutsche an den Italienern die berühmte Anpassungsfähigkeit an die Gefahren des Lebens. Vielleicht ist es übertrieben wie der deutsche Philosoph Karl Loewith, der Italien sehr gut gekannt hat, zu behaupten: "Der Deutsche ist pedantisch und intolerant, weil er alle Dinge nach Prinzipien beurteilt, und diese vom Menschen trennt. Der Italiener (…) ist immer menschlich, weil er einen natürlichen Sinn für die menschlichen Schwächen hat. Er ist im Grunde ein Skeptiker, der die Dinge des Lebens nicht wichtiger beurteilt, als sie sind."
June 29th, 2006 at 1:34 pm
[…] Ich hoffe, dass diese kleine “Skandal” keine weiteren Kreise zieht und dass dadurch das mögliche Halbfinale zwischen Deutschland und Italien nicht unnötig vergiftet wird. Auch wenn mancher das lesenswert fand, gab es auch kritische Worte dazu. Die Meinung von Achim Achilles spiegelt (welch schönes Wortspiel) sicherlich nicht die allgemeine Meinung der Deutschen über die Italiener wider. Tags: Achim Achilles, Fußball, Italien, Presse, Skandal, Spiegel Online, Totti, WM 2006 RSS 2.0 | Kommentar schreiben | Trackback […]
June 29th, 2006 at 3:07 pm
Da ich gestern von mehreren Bekannten in Italien unaufgefordert auf diesen provokanten Artikel angesprochen wurde, für die Nachwelt findet sich hier der nioch nicht zensierte Originaltext. Im Anschluß, die 3-sprachige Entschuldigung der Spiegel-Redaktion. Ich bin deswegen sauer, weil ich hier lebe und durchaus regelmässig mit welchen auch noch immer existierenden Vorurteilen gegenüber Deutschen konfrontiert werde. Insofern war dieser Artikel zum einen ein absoluter Schlag ins Kontor und wirklich sowas von daneben.
Achilles’ Spezial: “Eingeölt und angeschmiert”
Der italienische Mann, nennen wir in Luigi Forello, ist eine parasitäre Lebensform. Er ist nicht in der Lage, ohne fremde Hilfe zu überleben. Irgendwo saugt er sich immer fest. Und dann lässt er sich fallen. Gern auch auf dem Fußballplatz. Luigi Forello ist fortgesetzt damit beschäftigt, seine Hilflosigkeit zu zeigen. Das fängt schon beim Namen an. Wer nicht Luigi heißt, hört auf “Andrea” oder “Luca”.
Luigis vorrangiges Lebensziel ist das Vermeiden von Anstrengung. Liebstes Wirtstier ist “La Mama”, seine großbrüstige Erzeugerin, die ihm seine halbseidenen Socken wäscht und jeden Tag Nudeln kocht, mit dick Soße drauf. Wenn er ungefähr 30 Jahre alt ist, wechselt der italienische Mann die Köchin. Er heiratet, um sich fortzupflanzen. Die Folgen sind grausam. Eine ehemals strahlend schöne Italienerin verwandelt sich binnen weniger Monate in eine breithüftige Küchenmaschine - eine neue Mama. Das ist ihm aber egal, denn Luigi ist mit der Teilnahme an einem Autokorso beschäftigt, sofern sein klappriger Fiat es bis dahin schafft.
Zum Essen ist er aber wieder da.
Beim Sport ist unser Luigi besonders tückisch, wie man jedes Jahr millionenfach an den Stränden der Adria beobachten kann. Er braucht Stunden, um seinen schmächtigen Körper und das Haupthaar einzuölen, seinen Rücken von Fellresten zu befreien und sein wenig spektakuläres Gemächt in eine viel zu enge Badehose zu stopfen. Dann stolziert er stundenlang umher, um schließlich maximal fünf Minuten beim Strandfußball mitzumachen. Er springt wie ein Wahnsinniger umher, imitiert brüllend Gesten, die er im Fernsehen gesehen hat, trifft den Ball höchst selten, die Knochen der anderen dafür umso härter.
Weil er schnell erschöpft ist, genügt ihm die leiseste Berührung eines Gegners, um melodramatisch zu Boden zu gehen. Noch im Stürzen wirft er einen Blick ringsum, ob im Publikum genügend Menschen sind, insbesondere Frauen, die ihn bemitleiden und wieder aufpäppeln. Schmachtende Blicke deutscher Urlauberinnen sind die Lebensgrundlage des italienischen Mannes.
Insofern geschah gestern nicht Ungewöhnliches. Fabio Grosso fiel im Strafraum und grinste noch im Fallen. Der nicht minder ölige Francesco Totti verwandelte dann den Elfmeter gegen Australien. Danach lutschte er am Daumen. Das ist normal bei italienischen Männern. Es war wie immer.
Am Freitag werden die kickenden Holzfäller aus der Ukraine eingeölt und angeschmiert. So schlawinern sich die Italiener mal wieder bis ins Halbfinale. Dann, liebe Luigis, ist allerdings Feierabend. Wir haben da noch ein paar Rechnungen vom letzten Italien-Urlaub offen.
ZU ACHILLES
In eigener Sache
Satire darf giftig sein, muss zuspitzen, übertreiben. Sie darf aber nicht so missverständlich sein, dass sie nur beleidigt. Die Kolumne “Eingeölt und angeschmiert”, die SPIEGEL ONLINE am Dienstag veröffentlicht hat, ist solch ein Fall.
Unser Kolumnist Achim Achilles hat den Auftrag, an der Grenze zur political uncorrectness zu formulieren. Das gelingt fast immer mit Witz und Charme. In diesem Fall nicht. Seine Kolumne überschritt in einigen Passagen die Grenzen des guten Geschmacks, in anderen häufte er Klischees an, die in der Summe zu Missverständnissen und Empörung geführt haben.
Dass der Text unredigiert veröffentlicht wurde, dafür bittet die Chefredaktion von SPIEGEL ONLINE um Verzeihung. Es war und ist nicht unsere Absicht, die Gefühle von Menschen zu verletzen, wie es offenkundig durch diese Kolumne geschehen ist.
Bereits gestern haben wir in einem redaktionellen Zusatz an dem geänderten Artikel auf Deutsch und Italienisch um Entschuldigung gebeten. Heute nun haben wir ihn komplett aus dem Angebot von SPIEGEL ONLINE entfernt.
Mit freundlichen Grüßen
Chefredaktion, SPIEGEL ONLINE
A proposito di Achilles:
Perorando la nostra causa
La satira puo essere velenosa, pungente, esagerata. Però non deve mai dare adito a fraintendimenti, così da risultare solo offensiva. Questo è accaduto con la colonna “Eingeölt und angeschmiert” (”Unti e fregati”) pubblicata martedì da SPIEGEL ONLINE.
Il nostro autore Achim Achilles è incaricato di scrivere i suoi articoli al limite della political incorrectness. Gli riesce quasi sempre con spirito e charme - ma non questa volta. In alcuni passaggi il suo articolo ha superato i limiti della decenza, in altri ha messo insieme tutt’una serie di luoghi comuni, che hanno portato ad incomprensioni e proteste.
La Direzione di SPIEGEL ONLINE si scusa per aver pubblicato l’articolo in questione senza averlo precedentemente rivisto. Non avevamo e non abbiamo l’intenzione di ferire i sentimenti altrui, com’è invece successo evidentemente con quel testo.
Già ieri abbiamo aggiunto una nostra nota di scuse in italiano ed in tedesco all’articolo. Ma oggi abbiamo provveduto a toglierlo definitivamente da SPIEGEL ONLINE.
Vi saluta
La Direzione
SPIEGEL ONLINE
An Apology to our Readers
Satire can be poisonous, pointed, even exaggerated. But it should never be so clumsily executed as to merely be insulting. The column, “Eingölt und angeschmiert” (Oiled up and greasy), published in German on SPIEGEL ONLINE on Tuesday, unfortunately, was one of those instances.
In his writing for SPIEGEL ONLINE, Achim Achilles was commissioned to formulate a column that explores the boundries of political correctness. In almost every instance, he has succeeded — demonstrating wit and charm. In this instance, however, that unfortunately wasn’t the case. In several passages, his column crossed the boundary between good and bad taste. In others, he amassed clichés that, in their sum, led to considerable misunderstanding and anger.
The editor in chief and executive editors of SPIEGEL ONLINE apologize for the publication of an unedited version of the column. We had no intention of hurting the feelings of others in the manner that this column has done.
On Tuesday, the column was edited and an editor’s note was attached in German and Italian providing an apology for the incident. Earlier today, we removed the article in its entirety from SPIEGEL ONLINE.
Sincerely,
The Editor in Chief and Executive Editors of SPIEGEL ONLINE
June 29th, 2006 at 6:49 pm
Ein absolutes Desaster. Und das bei der bislang so sehr guten Stimmung dieser WM.
Wäre ich Auslandsabonnentin des Spiegels, würde ich jetzt kündigen.
Ich hab keine Lust mehr, als Deutsche immer und ewig der Depp auf der Welt zu sein. Gerade wurde es ein bisschen besser die letzten Jahre, mit der WM jetzt sowieso, italienische Bekannte und Freunde drückten uns die Daumen, ich den azzuri und alle haben Spaß, und dann bringen sie wieder sowas.
Das kann echt nicht wahr sein. Ich reg mich schon den ganzen Tag auf.
Und sollte mich EINER ansprechen, dann schreibe ich den Leserbrief, den ich bisher noch nicht verfasst habe, weil ich um Beherrschung meines Wortschatzes ringe.
June 29th, 2006 at 6:54 pm
edit: azzurri, vertipper.
Und ich muss mich korrigieren. Es gibt ein Land, in dem man mich freudestrahlend und schulterklopfend am Flughafen begrüßt hatte: Das war SYRIEN und sie fragten mich, ob es Adolf Hitlers Söhnen auch gut ginge.
*fasst es nicht*
June 29th, 2006 at 10:30 pm
ElsaLaska, ich kann nur den Kopf schütteln, die Entschuldigung seitens der Redaktion von Spiegel Online schön und gut, das ganze ist trotzdem nur peinlich. Der Schlag sitzt, so ist es auch nicht verwunderlich, daß zum Beispiel La Repubblica über diese Entschuldigung als eingestandenen “Fauxpas” berichtet, sich aber jeden weiteren Kommentars dazu enthält. Achilles schreibt weiter seine Artikel als ob nichts gewesen wäre, dabei hat er nicht nur der Beziehung zwischen Deutschen und Italienern, sondern auch dem Ansehen des Spiegel wie ich finde schwer geschadet. Es wurden nicht nur Gefühle von Menschen verletzt, sondern es wehrt sich auch mein Verstand zu begreifen, welcher Gaul Herrn Achilles geritten hat, so von oben herab über quasi ganz Italien herzuziehen. Es ist eine Unverschämtheit!
June 29th, 2006 at 10:55 pm
Ich schreibe selbst Kolumnen, auch satirische. Man kann das ganz anders rüberbringen, das GEHT! Glücklicherweise habe ich das Abo des Spiegels schon vor Jahren gekündigt, weil sie mir auf den Zeiger gingen.
Andrerseits schade, ich hätte jetzt natürlich schön demonstrativ kündigen können. Das Schlimme ist, ich hab das gestern Abend im Netz halt so ja als ferner liefen zur Kenntnis genommen, aha, aha, der Spiegel guck, wenigstens entschuldigen sie sich ja, und heute früh im Cafe schlag ich die italienischen Zeitungen auf und allüberall TITELN sie zur mondiale: i parasiti! Und dann hats mich also arg genervt, gell. Die Entschuldigung kam zwar an ma però … Grad in den Marken, wo man noch relativ gern gesehen ist als Deutsche …
June 30th, 2006 at 11:22 am
Das war definitiv keine Satire!
Dieses Achilles repräsentiert einen Teil Deutschlands, der durch den neuen Patriotismus meint er könnte seine persönlichen Minderwertigkeitskomplexe kompensieren.
Armes Deutschland, kaum kommt ein Ansatz von Nationalstolz hoch wird dieser GEGEN andere gerichtet.
Denk ich an Deutschland in der Nacht …
June 30th, 2006 at 12:12 pm
Sorry, ich bin einfach anderer Meinung. Das ist Satire - zugegeben zynische Satire. Die Stereotypen sind sowas von übertrieben, dass sie nicht ernst gemeint sein können.
Was ich schade finde, ist, dass der Artikel dadurch, dass so stark auf die Tube gedrückt wird, nicht wirklich lustig ist. Man hätte mit diesen Stereotypen sanfter und spielerischer umgehen können, was mehr zum Schmunzeln angeregt hätte.
Ich möchte hier ein Gegenbeispiel aufführen, wie man auf vermeintliche “Fiesereien” besser reagieren kann. Als die englischen Fans immer wieder das Lied “Ten German bombers in the air” sangen, coverte eine Band aus Gelsenkirchen dieses Lied. Und das Fußball-Magazin “11 Freunde” forderte seine Leser dazu auf, sich als Deutsche inkognito unter die englischen Fans zu mischen und mitzusingen.
Ich wage hier zu behaupten, dass der englische und vermutlich auch der deutsche Humor etwas zynischer ist als der italienische und dass Italiener im Allgemeinen nicht wirklich über sich selbst lachen können. Diese Meinung teilt übrigens auch Jan Weller, der Autor des Buches “Maria, ihm schmeckt’s nicht”, in dem er das Leben mit seiner “italienischen Sippe” beschreibt.
June 30th, 2006 at 2:54 pm
@pellentesque:Entschuldigung, was hat denn jetzt DAS eine mit dem ANDEREN zu tun?
- Dass die Italiener nicht über sich selbst lachen können?
Ist das eine Entschuldigung für den Nazijargon?
Ich glaube doch wohl nicht.
Im Übrigen ist es sehr leicht, in Deutschland zu sitzen und das alles als Spässle abzutun.
Schwieriger wird es, wenn man den Menschen hier in Italien in die Augen schauen muss.
Und ich hatte auch schon lange das Gefühl vermisst, mich im Ausland wieder schämen zu dürfen. Danke Spiegel Online.
June 30th, 2006 at 3:09 pm
@Pellentesque
1. Es ist ein Unterschied, ob man sich über etwas lustig macht, dass 40 Jahre her ist, oder ein Volk als ganzes beleidigt. Würde in dem Lied gesungen “10 german murderers, what in reality all german cockheads are” bin ich mal gespannt wer noch mitsingen würde.
2. Sie mögen es halt nicht von nicht-Italienern als “Parasiten” betitelt zu werden. Ob jemand über sich selbst lachen möchte, sollte man ihm überlassen. Hier geht es um Beleidigungen eines Aussenstehenden der über sie lacht und das als Satire tarnt.
3. Ich kenne Jan Wellers Buch, er lebt mit seiner italienischen Familie zusammen und schildert interessant, lustig und in Ansätzen realistisch, aber immer aus Sicht eines Deutschen!
Das italienische Selbstverständnis bleibt ihm jedoch trotz seiner Nähe zu den Italienern fremd, mit etwas Pech werden die Italiener uns dieses als Antwort auf den Artikel im Halbfinale aufzeigen.
July 1st, 2006 at 1:08 am
@ElsaLaska: Wenn DU wegen eines Artikels EINES anderen in Italien dumm angemacht wirst, dann spricht das nicht gerade für (dein ach so tolles) Italien.
Und du scheinst mit Deutschland abgeschlossen zu haben - oder wie darf man folgendes Zitat von deiner Webseite werten?
“Ja, blüh Deutschland, blüh … solange du mich in Ruh lässt dabei …”
Der Artikel selbst war meiner Meinung nach klar unter der Gürtellinie.
Allerdings ist das bei Satirikern oft der Fall. Wem nichts gescheites einfällt, der zieht über andere (plumb) her.
Allerdings stimme ich in einem Punkt dem Artikel zu: (einige) italienische Fußballer sind wie Fallobst.
Daher ist der Schiedsrichter auch nicht auf Perotta reingefallen.
Schön fand ich, das Inzaghi nicht spielen darf, denn bei dem reicht schon ein Luftstoß, dann liegt er am Boden…
July 1st, 2006 at 5:43 am
Die Welt zu Gast bei Freunden?
JAAA!!! Bei FALSCHEN Freunden!
Könnte ich das jetzt auch als “Satire” tarnen? Ich glaube kaum.
Es gibt auch bei Satire klare Grenzen. Eine davon lautet, daß man nur EINZELNE Presonen (egal, ob natürliche oder juristische) ins Visier nimmt, aufgrund ihrer individuellen Eigenschaften. Klischees können deshalb NIE Bestandteil von Satire sein, da Vorurteile sich stets auf Gruppen beziehen.
Meines Erachtens weiß das der Kolumnist. Ein plumper Versuch, seine (oder ihre) Abneigung gegenüber dieser Volksgruppe zum Ausdruck zu bringen. Vielleicht nur unterbewußt.
Und dann die erbärmliche Aktion, den Artikel ERST zu entschärfen…
Ich frage mich, ob diese Schriften durch irgendeine Person wie bspw. einem Redakteur erst “abgesegnet” werden muß, bevor man ihn veröffentlicht…
Mein Land - Ein Land der Dichter und Denker? Schon lange nicht mehr…
Ich werde da auch aus dem Schlaf gebracht.
@ElsaLaska
Schönes Zitat auf deiner Seite. Könnte glatt von Heinrich Heyne sein.
July 1st, 2006 at 8:27 am
Ich bin Südtiroler, also deutscher Muttesprache mit einem italienischem Herz in der Brust. Mich schmerzt dieser Artikel, wohl auch, weil wahrscheinllich viele Deutschie über uns so denken.
IMO gibt es jetzt nur eines: Am Dienstag spielt Italien gegen Deutschland, dort gilt es, Deutschland zu überollen und zu gewinnen. Dann möchte ich Achilles sehen, was er dazu meint, wenn wir Muttersöhnchen gegen die ach so tollen Deutschen gewinnen. Ich werde dann mit meinem klapprigen Fiat zu Mama fahren, mit meinem wenig spektaktulären Gemächt, meine Pasta geniessen, und mich einfach freuen.
July 1st, 2006 at 11:19 am
Ich habe durch Zufall von diesem Artikel erfahren. Obwohl ich regelmäßig Spiegel Online lese, ist er mir durch die Lappen gegangen (wobei ich die Artikel von Achim Achilles so gut wie nie lese).
Solche Aussagen sind durch nichts zu rechfertigen. Weder durch einen satirischen Anspruch oder mit einem schrägen Humorverständnis. Aber man sollte einen Artikel von Spiegel Online auch nicht zu hoch hängen, sonst müßten wir Deutschen uns jede Woche über die englische Presse verhärmen.
Ich fahre fast jedes Jahr nach Italien und fühlte mich dort immer sehr freundlich bahndelt. Umso trauriger finde ich es, wenn Italiener annehmen, daß die Deutschen Italien zwar mögen, aber die Italiener dabei am liebsten ausklammern würden. Das ist (zumindest in meinem Fall) grundfalsch.
Diese ganze Angelegenheit erinnert mich an den “Skandal” vor einigen Jahren, als sich der italienische Tourismusminister negativ über deutsche Badetouristen ausgelassen hat und der deutsche Bundeskanzler sich nicht entblödet hat, seine private Italienreise abzusagen. Einfach lächerlich.
Abschließen möchte ich uns allen ein schönes Halbfinale wünschen, da ich schon vor dem Turnier geahnt habe, daß mit der italienischen Nationalmannschaft zu rechnen ist und daß es zu einem Aufeinandertreffen kommt. Aber daß ein zweites “Florenz” passiert, könnt Ihr vergessen…
July 1st, 2006 at 1:40 pm
Unglaublich… was ist das für ein Spinner?? Kann bei Spiegel Online jeder Redakteur direkt seine Artikel online stellen? Obwohl die Stimmung gerade so gut ist, geht mir der Artikel dieses einen Idioten doch sehr nah.. vor allem weil die italienische Presse ihn so ernst genommen hat. Für den Redakteur würde dringend mal einen “Wesenstest” empfehlen
July 1st, 2006 at 2:04 pm
an alle leser dieser komentare
ist es denn nicht sehr offentsichlich, dass leute die “Allerdings stimme ich in einem Punkt dem Artikel zu: (einige) italienische Fußballer sind wie Fallobst” schreiben, ihrem nick (”idiot”, anmerkung meinerseits) alle ehre machen. man schaue sich nur podolski an, wie er sich, ohne von einem argentinier berührt worden zu sein, einfach hinschmeißt und dafür noch einen freistoß kriegt, während der argentinier 10 sekunden zuvor getroffen am boden liegen bleiben muss und sich vor schmerzen krümmt. ist es denn auch richtig einem jungen spieler, wie podolski, der schon seit beginn der wm seine gegenspieler provoziert und in den ersten minuten sogar schon gelb sehen muss, frenetisch zu zujubeln und während man inzaghi (zurecht) als einen schwalbenkönig abstempelt?
ich möchte diesen disput auf sportlicher ebene auch gar nicht mehr weiterführen, aber dass ein volk es nicht mag, dass man es ein parasiten-volk nennt, dass sollte man doch verstehen können-oder? na ja, vllt sitzen Sie gerade mit tennis-socken und adiletten bekleidet vorm pc und essen mal wieder in viel zu großen maßen weißwürste, die Ihren eh schon viel zu großen (bier-)bauch noch größer werden lassen, und denken sich “was will dieser typ da eigentlich?” mh, was ich will? ich will, dass sie den balken in ihrem auge erkennen und nicht den kleinen holzsplitter im auge Ihres gegenübers (siehe Mt 7,3).
allen noch eine schöne, friedlich wm! ^^
July 1st, 2006 at 2:40 pm
Hi !
Als Deutscher kann ich mich nur vom Spiegel distanzieren.
Solch ein Niveau ist inakzeptabel.
Zur Erklärung muß allerdings gesagt werden, dass der Spiegel inzwischen nicht mehr eine Rolle wie früher spielt. Er ist keine “Leitpresse” oder Quelle eines fundierten Journalismus mehr und trauert immer mehr seinem alten Ruf nach.
In keinster Weise drückt er die denkweise der Mehrheit aus.
“Achilles” und ähnliche Möchtegern-Satiren sind seit längerem ein kläglicher Versuch des Blattes zu polarisieren und auf sich aufmerksam zu machen.
Scheinbar findet beim Spiegel unter dem Druck der Leserabwanderung eine Anpassung an BILD-Niveau statt.
“Post von Wagner” läßt grüssen
klaus
July 1st, 2006 at 3:50 pm
Der Spiegel unter Aust ist eine Katastrophe. Ich habe mir jetzt mal ein paar Achilles-Artikel vorgeknöpft (sind mir bisher entgangen) - das ist schlicht nur noch Yellow-Press. Seit der FOCUS als gelbes “Nachrichtenmagazin” dem Spiegel Auflage klaute, zieht der Spiegel mit ähnlich billigem Populismus nach. Es ist traurig, dass es in Deutschland nun schlicht kein Nachrichtenmagazin mehr gibt, nur noch Illustrierte. Dann lieber die Zeit (staubtrocken, unhandlich, aber immerhin seriös).
July 1st, 2006 at 3:52 pm
Also Leute, jetzt bleibt doch bitte mal am Boden. Es geht hier um eine Satire - sonst nichts! Und ach, wie schlimm, dass der Administrator auch noch als Deutscher in Italien lebend “unaufgefordert” wegen dieses Artikels von mehreren Bekannten (Italienern?) angesprochen wird - wegen einer Satire?
Ich kann mich noch an den Ausrutscher von Berlusconi im EU Parlament erinnern - ich glaube nicht, dass die Deutschen sofort auf die in Deutschland lebenden Italiener losgegangen sind….
Warum auch? Wegen eines Politikers (damals auch noch Ministerpräsident von Italien), der sich einen “respektlosen Ausrutscher” erlaubt?
Das ist der kleine, aber feine Unterschied!
Idea
July 1st, 2006 at 4:01 pm
Am Boden bleiben sollte man schon. Der Artikel ist billig und dumm, das Wort “Nazijargon” ist aber Quatsch und unangebracht (warum sind wir in Deutschland immer mit Nazivergleichen so schnell bei der Hand - ist das nicht Geschichtsverharmlosung?), aber von seiten des Spiegel durfte man zumindest früher noch etwas Besseres als Berlusconi-Niveau verlangen. Das ist einfach was anderes als “BILD” gegen “SUN”.
July 1st, 2006 at 6:16 pm
danke für den abdruck dieses seines gleichen suchenden affronts. der boykott dieser antipluralistischen vertuschungsmethoden eines blattes, das mit autoren und inhalten diesen formats, seinen eigenen niedergang von einer einstmaligen autorität beschreibt ist absolut notwendig.
denn unerträglich erscheint mir die tatsache, dass kein anderes volk derart öffentlich verhöhnt und zum objekt der belustigung geworden ist wie italien.
nach den kahlschlägen von berlusconi und stefani fand eine diskussion sowohl innerhalb der deutschen, als auch der italienischen presse statt.
diese wird nun unmöglich gemacht zugunsten des zu-gast-bei-freunden-mottos und einem völlig ungerechtfertigter weise gehypten kollumnisten. achilles’ arbeitsmethoden reduzieren sich auf profilierung durch pauschalisierung und polarisierung.
der kärgliche versuch des story-tellings begriff sich womöglich noch als hommage an jan weiler!? dieser dilletantische versuch eines eiferers war jedoch angesichts des wesentlich niveauvolleren weiler von anfang an zum scheitern verurteilt. achilles’ rahmenhandlung bleibt bloßes mittel zur äußerung von unqualifizierter böswilligkeit.
die staatsangehörigkeit zum volk der dichter und denker ist mitnichten ein blankoscheck zum publizieren, herr achilles.
July 1st, 2006 at 9:55 pm
Wo bitte ist hier die Satire? Der Artikel ist einfach eine Frechheit. Man
kann diese Eigenschaften auch auf deutsche Männer und Frauen anwen-
den. Immer mehr junge Männer wohnen ziemlich lange im Hotel Mama,
weil sie ja zur heutigen Zeit ein sehr niedriges Gehalt beziehen und
sich keine eigene Wohnung leisten können. Wahrscheinlich war Achilles
schon lange nicht mehr auf dem Land. Er könnte sonst auch über die in
Breite gehenden deutschen Mamas stolpern. Die deutschen Männer heißen
Stefan, Christian, Sebastian und Andreas. Tolle Auswahl, oder?
Die Anmache deutscher Männer ist auch nicht zu verachten. Sie werden
laut, protzen mit dem Auto ihres Papas und sind plump und direkt.
Als Sportler haben sie bis zu dieser WM nur Rumpelfußball gezeigt.
Diese WM stellt eine rühmliche Ausnahme dar. Und schon ist hier jemand,
den das ganz offensichtlich stört. Dieses friedliche Miteinander ist
einfach unerträglich! Weiter so, meine Damen und Herren vom Spiegel.
Und ziehen Sie diese parasitäre Lebensform von Achilles ja nicht
zur Rechenschaft! Noch eine Frage: Nahm der verantwortliche
Redakteur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gerade seinen Italien-
Urlaub?
Christine
P.S. Dieser Kommentar ist satirisch!
July 2nd, 2006 at 2:08 am
Also nachdem ich jetzt schon so viel Blödsinn bezüglich des Spiegel-Artikels gehört und gelesen habe, muss ich nun auch ein paar Zeilen dazu schreiben.
Ich studiere seit nun über 2 Jahren in Italien und denke daher das italienische Volk sehr gut zu kennen. Von Anfang an habe ich mich hier unglaublich wohl gefühlt und wurde herzlichst aufgenommen, allerdings glaube ich, dass das Klima unter deutschen Studenten ähnlich ist. Jedenfalls habe ich in dieser Zeit bei unzähligen Freunden sehr viel schöne und bewundernswerte Seiten kennen gelernt, jedoch auch den ein oder anderen „Defekt“ bemerkt, und einer von diesen ist in jedem Fall, dass man mit Italiener immer und überall scherzen kann, es jedoch schnell mit dem Spaß vorbei ist, wenn man Witze über Italiener im Allgemeinen macht. Demzufolge schlägt der Artikel von Achilles hier auch wirklich erstaunlich hohe Wellen, und ich werde ständig gefragt, wie WIR DEUTSCHE dazu kommen, die Italiener als Parasiten zu bezeichnen. Jedoch habe ich dabei keineswegs Probleme (so wie Elsa Laska) den Italienern in die Augen zu blicken, denn außer dem „Parasiten-Vergleich“ war meiner Meinung nach absolut nichts dramatisches im Artikel wieder zu finden, da eine Aneinanderreihung und Überspitzung von Klischees kaum ernsthaft als Beleidigung geplant gewesen sein kann (zumindest gehe ich davon aus). Falls Herr Achilles jedoch die Absicht hatte zu beleidigen und es keine scherzenden Sticheleien waren, dann ist der Artikel jedoch nur plump und armselig. Zwischen mir und meinen Mitbewohnern bzw. anderen Freunden hier wird jedenfalls ständig ein bisschen gestichelt und logischerweise bedienen wir uns sehr oft den allgemein bekannten Klischees. Ich habe jedenfalls über den Artikel lachen können, denn hinter aller Übertreibung steckt auch ein bisschen Wahrheit, wie beispielsweise dass Italiener wirklich meistens bis 30 von Mama umkocht werden, und das stundenlange Strandeinölen und darauf folgende umherstolzieren, … was ich meinen Freunden hier auch schon oft genug lachend gesagt habe, was jedoch am Ende auch wiederum sympathisch an den Italienern ist und meiner Meinung nach kein Grund sich beleidigt zu fühlen. Ich habe meinen Mitbewohnern heute jedenfalls den Artikel übersetzt und davon ausgehend, dass er nicht böswillig, sondern als kleine, während der Weltmeisterschaft absolut normale Stichelei gemeint war, haben sie am Ende auch nicht mehr verstehen können, woher die ganze Empörung kommt. Von „Nazijargon“ zu reden ist meiner Meinung nach jedenfalls absoluter Schwachsinn, und vor meinen Freunden hier muss ich mich nun sicher auch nicht schämen oder verstecken. Und um ehrlich zu sein, war die italienische Antwort auf den Artikel auch nicht viel besser, denn in einem Bericht eines Telegiornale von Italia I wurde wirklich auf unterstem Niveau mit absoluter Verbitterung zurück geschossen, und hier wurden die Klischees sicher nicht mit dem Willen zum Scherzen ausgebeutet, und auch meine Mitbewohner bestätigten mir, dass dieser Beitrag absolut dümmlich war.
July 2nd, 2006 at 2:09 am
@ Martin aus Südtirol:
Ich glaube, dass Italiener in Deutschland grundsätzlich einen sehr guten Ruf genießen, und dass das Klischee des Italieners sehr positiv ist. Mich ließ der Artikel von Achilles jedenfalls schmunzeln und auch wenn er völlig überspitzt war, (wie Satire ebenso ist, und davon ausgehend, dass der Artikel nicht ernst geschrieben war,) stand meiner Meinung nach nicht all zu viel Unwahres darin. Merkwürdig jedoch, dass genau der Italiener der sich am meisten über den Artikel ereiferte, sich noch am gleichen Abend darüber aufregte, dass in Südtirol deutsch und nicht italienisch geredet wird, und seiner Meinung nach dürfte es so etwas überhaupt nicht geben. Grundsätzlich muss ich sagen, dass die Mehrheit der „südlichen“ Italienern den Charakter der Italiener ab Genua aufwärts ohnehin als ziemlich „deutsch“ beschreiben und ich wurde sogar gefragt, als ich die Absicht hatte mein Studium in Varese fortzusetzen, ob ich wirklich dorthin gehen will, oder ob ich nicht doch lieber in Italien bleiben möchte …
Allerdings muss ich sagen, dass mir dein letzter Satz sehr gut gefallen hat, denn ich bin immer der Meinung, dass man nicht immer alles so ernst nehmen darf und mit einem schmunzeln kann man vieles lösen.
July 2nd, 2006 at 2:18 am
@ Christine:
Also ich weiß überhaupt nicht, wie man sich nur so ereifern kann. Alles was du über die deutschen geschrieben hast, ist ja, wenn man pauschalisieren will völlig war (bzgl. Hotel Mama, Auto von Papa protzen, …) allerdings wüsste ich nicht, wieso ich mich angegriffen fühlen sollte, wenn ein italienischer Journalist mehrere dieser Klischees aneinander reihen sollte, um einen Spaß zu machen. Was glaubst du wie oft ich hier von Italienern höre, dass die Deutschen mit Sandalen, bis zu den Knien hochgezogenen Socken, mit Bierbauch und mit unglaublichem Sonnenbrand, … am Strand entlanglaufen!?!? Es gehört einfach dazu (vor allem zu Zeiten einer WM) sich gegenseitig auf den Arm zu nehmen und ich wiederhole mich gerne, falls der Artikel mit dieser Absicht geschrieben wurde, dann war bis auf den völlig falsch gewählten Ausdruck des „Parasiten“ nichts wirklich Schlimmes drin gestanden. Und bei einer solch übertriebenen Anhäufung und Ausschlachtung von Klischees kann man wirklich nicht davon ausgehen, dass der Artikel ernst gemeint war, falls doch wäre das lächerlich und es hätte wirklich jemand einige Komplexe zu kompensieren, aber das halte ich für sehr unwahrscheinlich.
July 2nd, 2006 at 11:21 am
ich mag muttersönchen pasta totti und die italienische art zu leben,wir deutsche solten uns eine dicke scheibe pizza und ein gutes gläschen vino gönnen und uns endlich mal von einer besseren seite zeigen.
motto ,, zu gast bei freunden??????????
July 2nd, 2006 at 11:52 am
Hin und wieder kommt es raus was die Deutschen so denken.
Mich stört schon die ganze Zeit dieser WM-Spruch:”Die Welt zu Gast bei Freunde”.
Das ist die größte lüge der letzten Jahren.
Ich hätte diese Freunde gerne gesehen wenn Deutschland in der Vorrunde Ausgeschieden wäre.
July 2nd, 2006 at 1:32 pm
@ Calma:
Du hast recht, ich habe mich echauffiert. Vielleicht ist es Dir entgangen,
dass die Nazis die Juden als “parasitäre Lebensform” beschimpft haben.
So etwas in einer überregionalen Zeitung zu schreiben, ist schon unge-
heuerlich. Man beachte: Jener Achilles verdient sein Geld mit dem Ablästern über Andere. Es ist einfach ein Unterschied, ob ich jemandem gegenüber stehe und irgendwelche Witze über ihn mache - er kann dabei sehr wohl erkennen, wie Ernst es mir ist - oder ob ich darüber schreibe. Ganz Deutschland sollte zumindest keinen Spiegel mehr kaufen, bis dieser Achilles und seine blöde Kolumne daraus verschwunden sind.
Und noch eines: Die “Italiener” oder die “Deutschen” als Gegenstand
eines Witzes (hier: Satire) zu machen, ist unterste Schublade. Ich weiß,
ich habe das auch gemacht, aber ich wollte provozieren. Und ich bin
sicher, das wollte Achilles auch. Womit ich bei Deinem letzten Satz ange-
langt bin:……es hätte wirklich jemand einige Komplexe zu kompensieren.
Vielleicht sollte ich in mich gehen?
Das Ganze ist nun mal geschehen. Man kann es nicht mehr rückgängig
machen.
Ich hoffe trotzdem, dass sich unsere Gäste hier wohl fühlen
und danke Dir für Deine Kritik.
July 2nd, 2006 at 1:37 pm
@ franco
Ich glaube nicht, daß die Deutschen so denken, bin aber immer noch der Meinung, hätte Achilles diesen Versuch einer Satire ehemals im Rhetorik-Proseminar des alten Fussballfreunds Professor Walter Jens unternommen, so wäre er damit kläglich baden gegangen. Wer Interesse hat, kann sich auch die Lesermeinungen im Blog von Beppe Grillo zu Gemüte führen, der hatte am 27. 6. 2006 geschrieben:
“Der Stronzen
Ho letto Der Spiegel. Me l’ha tradotto un mio amico svizzero. Più che Der Spiegel dovrebbe chiamarsi Der Stronzen. Dopo la lettura mi sono sentito come quei padri che danno uno schiaffo ai propri figli ogni volta che sbagliano, ma se lo fa un estraneo diventano una belva. Noi italiani per molti versi facciamo schifo, ma rispetto ad altri popoli, ad esempio i tedeschi, ce ne rendiamo conto. Sappiamo quali sono i nostri difetti e non ne andiamo certo orgogliosi. Se c’è un popolo che parla male di sé stesso è quello italiano. L’autocritica è un nostro personale piacere.
Der Stronzen, prendendo spunto dai nostri calciatori ed allargando il concetto a tutti gli italiani, ci qualifica come forme di vita parassitarie, mammoni maligni che sfruttano le donne, tipi da spiaggia, millantatori, viscidi, che non possono vivere senza un animale ospite dal quale succhiano più che possono, il cui obiettivo primario nella vita è l’ostentazione continua di affaticamento e, se calciatori, preferiscono giocare la palla a terra in modo da colpire meglio le ossa degli altri.
Der Stronzen conclude minacciando i calciatori italiani affermando che se la Germania li incontrerà in semifinale, loro, i tedeschi, hanno ancora un paio di conti aperti dall’ultima vacanza italiana.
Der Stronzen è uno dei settimanali più diffusi e letti in Germania. Non so se quanto ha scritto rappresenta anche l’opinione dei suoi numerosi lettori.
Certo la tradizionale ospitalità tedesca non è più quella di una volta se nessuna fonte governativa ha finora preso posizione contro gli insulti di Der Stronzen rivolti a una nazione ospite.
Un gesto di orgoglio dipendente Prodi! Un colpo di telefono al cancelliere Merkel per chiedere un intervento.
Al direttore di Der Stronzen e al pennivendolo autore dell’articolo posso solo dire che le loro parole disonorano, ingiustamente, il popolo tedesco, e non gli italiani.”
Empfehlung an ihn, mal bei Godwins Gesetz, oder Godwin’s Law nachzuschauen, was einige der Kommentare auf seinem Blog anbelangt.
July 3rd, 2006 at 12:57 am
Guten Abend,
ich lebe nun seit 3 Jahren in Italien.
Ich muss hier leider sagen das kein einziger Tag vergeht ohne das einer meiner Kollegen “spöttisch” über meine Herkunft spricht.
Italien ist in vielen Bereichen hauptsächlich aber in den Köpfen 10-15 Jahre zurück. Und wenn die Italiener eines nicht mögen dann ist das Schwäche oder Unvermögen attestiert zu bekommen.
Lange Rede kurzer Sinn:
Mich ärgert am meisten das nirgends in der italienischen Darstellung erwähnt wird das es sich bei A. Achilles um einen Satiriker handelt und dieser Artikel nicht die Titelstory des Spiegels war/ist sondern ein “versteckter” überspitzer Beitrag. Er muss unbedingt im Kontext zum diesjährigen Spiel der Italiener bei der WM2006 und speziell zum Australien Spiel gesehen werden.
PS. Mein 6 jähriger Sohn fragt mich, vor dem Artikel etc, während eines Italien Spiels bei der WM2006:
“Papi, wieso liegen die blauen eigentlich die ganze Zeit auf dem Rasen?”
Viele Grüsse vom “Krukko”
Fabian
July 3rd, 2006 at 3:17 am
WAS SOLL DER hier sollte - zensiert - stehen ich ersetz es mal mit UNFUG? Leute, die ich hier nicht mehr nachlese, sorry, der Mühe nicht wert, es kann ja jeder nachlesen, der will: Mein ACH SO tolles Italien etc. MEIN Italien ist sicher nicht toll, und ich wüsste auch nicht, was DAS mit dieser NAZI …. SORRY diesem NAZIUNFUG VON ACHILLES zu tun hat!
Hier gehts nicht um Berlusconi im EU-Parlament, da hat ich GELACHT- ich bin ja kein Italiener, aber einige Italiener haben sich aufgeregt. Hier gehts um was, was jedem Auslandsdeutschen die Axt in die Kniekehle haut und okay, da werd ich aggressiv, das macht mich irgendwie nicht glücklich!
Es NERVT mich, dass niemand daran denkt, dass WIR Auslandsdeutsche irgendwo rumsitzen und EIN RIESENPROBLEM damit haben, dass in Deutschland jeder Mist und Dreck veröffentlicht wird und wir fassungslos davor stehen. Na klar war das idiotisch von Berlusconi im EU Parlament aber das ist JA NICHT MEIN PROBLEM. Meins ist ein ganz anderes. Erstaunlich übrigens, das das nicht kapiert wird. Und ja, das treibt mich in die Arme “meines Italiens” Was immer das auch sei. Es ist WM, ich mag Deutschland. Aber es ist Deutschland während einer WM (und auch nicht wenn keine WM ist) nicht würdig, andere Völker als Parasiten zu bezeichnen,
Und ehrlich, ich weiß nicht, warum es da ein Verständnisproblem gibt.
Bei so einer überlegenen Rasse *fg*
July 3rd, 2006 at 3:20 am
Nachtrag: Es IST ja nicht mehr Allgemeinbildung, aber mir ein Anliegen:
Andere Nationen als Parasiten zu bezeichnen, das ist NAZISPRACHE. Bitte zwingt mich nicht, Quellen rauszufummeln.
Ich hab grad GUTGELAUNT meine beiden Fahnen Deutschland- Italien gehisst und FREUE mich auf das Spiel, OKAY?
OKAY?????
July 3rd, 2006 at 10:28 am
Einfach nur lächerlich bei dieser Diskussion wieder einmal das “N”-Wort ins Spiel zu bringen. Gerade dadurch, dass Deutsche sich selbst immer am schnellsten an die Ereignisse von vor 60 Jahren erinnern und auf andere Diskussionen übetragen, erniedrigt man sich selbst. Und bringt sich in die Lage, sich für einen Artikel rechtfertigen zu müssen.
Würden wir Deutschen so empfindlich auf ausländische Presse reagieren - gerade weil uns bei vielem gleich wieder ein Nazi-Gehabe angedichtet wird - dann müssten wir uns im Zustand der Dauerempörung befinden.
Und wenn man als Deutscher im Ausland nicht den Mumm hat mitzudiskutieren, sondern sich stattdessen gleich auf die Seite der von den armen von den “Nazis” beleidigten Ausländern zu schlagen, dann sollte man sich nicht beschweren. Sondern am besten einfach die Klappe halten.
July 3rd, 2006 at 10:41 am
Naja, meiner Meinung nach kein Grund zur Aufregung. Wie gesagt, darf Satire bis zur Grenze des guten Geschmacks gehen. Ich persönlich habe mich nicht beleidigt gefühlt. Ok, Achims Aufgabe besteht halt darin, Leute durch geschickte Provokation sowohl zum Lächeln zu bringen als zu nerven. Er wollte bestimmt was witziges und harmloses schreiben, doch ausnahmsweise ist er ein wenig aus der Bahn geraten, wahrscheinlich weil seine Frau bzw. Freundin gemacht hat, was viele deutsche Frauen irgendwann machen. Sie suchen halt bei uns Italienern oder bei Franzosen, was beim typisch deutschen Langweiler nicht zu finden ist: ein wenig Leichtigkeit.
Der arme Achim hat’s noch nicht verkraftet, aber an seiner Stelle wär ich offen gesagt auch ein bisschen irritiert. Deswegen Achim, sind wir dir nicht böse. Wir haben sogar Verständnis für dich… Kopf hoch, und freu dich wie wir auf das morgige Spiel:-)
July 3rd, 2006 at 10:54 am
Seit drei Tagen höre ich nichts anderes (von Freunden und Bekannten)… Nur hatte ich keine Ahnung warum dieser ganze Aufruhr… also habe ich mich heute morgen an den Computer gesetzt und diese Website gefunden…
Ich wohne seit 9 Jahren in Italien (eine lange Zeit) und bin selbst italienische Staatsbürgerin… muss aber gestehen dass ich doch eine sehr “verdeutschte” Person bin… der Artikel im Spiegel (Satire hin oder her) ist eine Zumutung und meiner Ansicht nach nicht gerechtfertigt… schon gar nicht im WM Fieber… sobald es um Sport geht, erhitzen sich die Gemüter schneller als gewöhnlich (vor allem die männlichen)… trotzdem bin ich der Ansicht, dass die Italiener gerne vergessen, was sie selbst verbocken (sollen wir an die letzten 5 Jahre von Berlusconi denken?) - und eines habe ich gelernt: Kein Italiener kann über seine eigenen Fehler lachen… in allem was in dem Artikel steht steckt ein (großes) Körnchen Wahrheit drin… wie viele Italiener ziehen von zu Hause aus um ihr eigenes Leben in Angriff zu nehmen??? Nur sagen darf man so was ja nicht… und eine Ausrede ist stets zur Hand…
Die Reaktion der Italiener zeigt auch eine andere Schwäche: Oberflächlichkeit… Erst mal laut schreien und dann (vielleicht) schauen, um was es geht… Der Spiegel hätte den Artikel erst lesen und dann (vielleicht) veröffentlichen sollen, aber die italienischen Zeitungen usw. hätten ihn erst mal genau unter die Lupe nehmen müssen bevor sie zu schreien begannen… und damit den “uomo medio italiano” anfeuern, selbst zu schreien… Aber um ganz ehrlich zu sein, wäre es andersrum gewesen, die Deutschen hätten wohl genauso geschrieen… und das zeigt doch auch wieder, dass wir im Endeffekt doch alle gleich sind! Nur die Marotten sind vielleicht verschieden…
July 3rd, 2006 at 11:53 am
Herr Achilles,
ich bin in Deutschland geboren, habe aber einen italienischen Namen. Ich bin in Deutschland groß geworden, bin aber regelmäßig in Italien. Ich bin deutsch-italienischer Staatsangehöriger.
Ich liebe Deutschland und Italien. Ich liebe meine deutsche Verlobte, meine deutschen Freunde und meine italienischen Eltern und Verwandte. Bei der WM jubel ich für beide, ich freue mich für beide und trauere mit beiden.
Ich bin stolz darauf, weil ich in einem solchen tollen Land wie Deutschland sein darf, teil dieses Volkes zu sein und trotzdem Italien eng verbunden zu sein.
Nun sagen Sie mir, Herr Achilles, glauben Sie wirklich, durch Ihren Artikel dies zerstören zu können ?
Solche Überheblichkeit und Arroganz tut mir nur Leid. Denn egal wo Sie hingehen, Sie sehen nur das schlechte in einem Volk. Und wissen Sie wohin das führt: Einsamkeit.
July 3rd, 2006 at 12:09 pm
Sto pensando al paese e alla gente dell’Italia con amore.
July 3rd, 2006 at 2:32 pm
DIE ITALIENER??? DIE DEUTSCHEN??? Wer soll das denn sein? Habt ihr die schon mal gesehen? Wenn ja: Festhalten, Foto machen und für die Nachwelt festhalten…
Einen konservativen Bayern (ohhh, Klischee) mit einem Arbeiter aus dem Ruhrpott (schon wieder!) in einen Sack zu stecken wäre wohl unpassend. Und wer Deutsche in Massen auf Mallorca sieht sollte nicht glauben, dass das DIE DEUTSCHEN sind. Oder doch?
Ähnlich sieht’s in Italien aus, wenn nicht sogar noch vertrackter: Da gibt es z.B. sowohl den aufgeklärten und progressiv denkenden Südländer als auch den dummen, konservativen Terrone. Und im Norden hat man die Wahl zwischen faschistoiden Idioten der Padania wie auch kategorisch linken Italien-Kritikern. Ich bitte Euch: Homogene Gesellschaften? Wo gibt’s denn das? Kann mir das mal einer schreiben?
Zu glauben, man könne auf der Basis mehrerer Jahre Lebenserfahrung in Italien auch ein Urteil über Italiener fällen… nett, aber anmaßend. Das können ja selbst die Italiener nicht. Und nicht vergessen: Man beurteilt dann immer noch aus der Sicht eines Deutschen. Und wir wollen doch keinen Ethnozentrismus betreiben.
Und vielleicht findet sich hier ja auch mal ein Soziologe, der Deutscher ist, seit jeher in Deutschland lebt und euch dann in wenigen Worten eine klare Wesens-Struktur DES DEUTSCHEN liefert… ich lass mir schon mal ‘n Bart wachsen.
Ich hab die doppelte Staatsbürgerschaft. In Deutschland werd’ ich als Italiener bezeichnet und höre mindestens einmal die Woche “Itakker” oder “Spaghetti-Fresser” - in Italien bin ich der Deutsche und man macht augenzwinkernd Witzchen über den steifen und gehässig-xenophoben Deutschen.
Als mein Vater im WK2 aus Würzburg in den Ruhrpott flüchten musste, wurde er hier ausgegrenzt und als „Seppl“ beschimpft. Als meine aus Sizilien stammende Familie nach Nord-Italien zog, wurden sie als „Mafia-Pack“ beschimpft, obwohl sie selber Opfer dieser noblen Herren war.
Ich für meinen Teil bezeichne mich dann lieber als den perfekten Europäer und freu mich, dass die WM jetzt zur EM geworden ist
Der Punkt mit dem Nationalitäten- und Mentalitäten-Streit ist: WENN DU EIN ARSCHLOCH BIST, DANN SPIELT ES KEINE ROLLE WELCHER NATION ODER RELIGION MAN ANGEHÖRT, WELCHE HAUTFARBE MAN HAT ODER FÜR WELCHE MANNSCHAFT MAN JUBELT.
UND WENN MAN EIN NETTER KERL IST, DANN WÄRE DAS EINE BELEIDIGUNG DAS AUF DIE NATIONALITÄT ZURÜCKZUFÜHREN.
LEUTE LEUTE LEUTE…
…lasst euch doch nicht vom Spiegel ins Boxhorn jagen: Medien haben in der heutigen Informations-Gesellschaft die selbsterteilte Aufgabe schnell zu agieren/reagieren. Dass dabei die Qualität auf der Strecke bleibt, ist vorprogrammiert. Dass es dabei kaum noch Selbst-Reflexion oder Differenzierungen gibt ist eine schmerzhafte Notwendigkeit dieser Ökonomie.
Aber…wer lässt sich denn darauf ein??? Wer glaubt alles was in BILD steht? Wer hält den Spiegel (also die Bild-Zeitung für den selbsternannten Denker) für ein Qualitätsblatt? Wer lässt sich von der billigen Polemik so anstacheln….
Als Berlusconi & Co. ihre Anti-Deutschen Kommentare abließen ist Kanzler Schröder trotzdem nach Italien gefahren… weil er dort Freunde besucht hat. Und man sollte nicht glauben, dass diese Beleidigungen in Italien bejubelt worden wären. Das Gegenteil war der Fall.
Unter dem Namen Achilles müsste stehen “ohne Worte”; diese Niveaulosigkeit muss nicht wirklich kommentiert werden. Und da muss auch keiner für diesen Deppen eine Lanze brechen. Der ist selbst in der eigenen Redaktion nicht sonderlich beliebt (kleine Info am Rande). Und lasst euch doch nicht soooo dooooof auf’s Glatteis führen.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! SELBSTDENKEN MACHT FREI !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Wenn die WM, und damit der Grund für diese emotionalen Grabenkämpfe, vorbei ist, dann werden Italiener und Deutsche wieder gemeinsam in einem Boot sitzen und sich über Steuer- und Gesundheitsreform ärgern. Und keiner kann sich was für die Errungenschaft und das Erlebnis der WM kaufen.
Überall ist Krieg, Hunger und neoliberalistische Abzocke… und ihr streitet euch über Bratwurst und Spaghetti!!!!
…
So und jetzt sag ich meiner Mama, sie soll mir einen Teller Spaghetti kochen und dann geh ich ins Stadion und werd mir bei’ner Bratwurst und einem Bier einen Teutonen-Bauch anfressen…. ach Moment, geht ja gar nicht:
Ich koche ja immer selber und Bier mag ich auch nicht….Schaaaaaaade
July 3rd, 2006 at 2:44 pm
“Sie suchen halt bei uns Italienern oder bei Franzosen, was beim typisch deutschen Langweiler nicht zu finden ist: ein wenig Leichtigkeit.”
@ Parassito:
Diese Leichtigkeit hätte ich auch gerne! Wohne aber leider nicht mehr bei Mama! Selber waschen, bügeln und putzen, dass ist schon recht anstrengend!
Ansonsten kann ich nur noch lachen, wenn ich all die Kommentare in verschiedenen Blogs lese. Vor einiger Zeit wurden die Deutschen von offizieller italienischer Seite beleidigt. Jetzt halt mal andersrum, von jemanden, den 98% der deutschen nicht kennen.
Plötzlich explodiert es! Aber auch die Selbstüberschätzung der eigenen Geschichte. Die ewigen Vergleiche mit den Nazis. Ist da vielleicht doch etwas, was den Italiener immer im Kopf rumspuckt! Mich erstaunt es immens, wie ein Land plötzlich verurteilt wird!
Das ganze erinnert doch ein wenig an den Karikaturenstreit!!
July 3rd, 2006 at 3:12 pm
Ich denke Gennaro Gattuso (ital. Nationalspieler) hat Recht wenn er sagt, Achilles ist sauer, da seine Frau ihn mit einem Italiener betrogen hat!!!! Forza Italia
July 3rd, 2006 at 3:31 pm
Hallo
ich lese Achilles Verse schon seit längerem. Er macht seine Satiren normalerweise ja über den Laufsport. Dementsprechend ist der dadurch eher den Läufern ein Begriff. Auch da macht er mal mehr, mal weniger lustige Satiren über den Läufer, seine Marotten, Hundehalter und Nordic Walker. Auch mit diesen “gesellschaftlichen Randgruppen” geht er manchmal heftiger, mal weniger heftiger ins Gericht. Er nutzt dabei gerne Klischees und Übertreibungen - um damit einen klitzekleinen wahren Kern zu beschreiben. Sprich Satiere ist eine Arbeit an der Grenze - leicht ist sie überschritten… Aber immer mit dem Ziel lustig zu sein. Was man manchmal einfach mehr oder weniger gut schafft.
Jetzt treibt Achilles bei der Fußball WM sein Unwesen. Genauso macht er es dabei - der Italienartikel war hart. Möglicherweise über die Grenze des guten Geschmacks. Es scheint, dass Achilles die Grenze dieses mal überschritten hat. Die Verwendung der Klischees in dem Artikel ist platt, undifferenziert - aber trotzdem in deutschen Augen gerade deswegen lustig. Für Engländer wäre es harmlos, die würden noch viel härtere Geschütze auffahren, aber Italiener sind halt schnell beleidigt - und machen eine Staatsaffäre draus (An die Italiener - das war jetzt undifferenziert, platt und satirisch gedacht).
Liebe Italiener - nehmt es einfach so wie es ist - da hat halt ein meistens lustiger Satiriker, mal was mieses geschreiben, was auf eure Kosten ging. Wir Deutschen dürfen uns so etwas seit 60 Jahren von den Engländern anhören. Ist halt so, Schultern zucken, über die Idioten kurz aufregen, und wahrscheinlich ähnliche Artikel schreiben. Gibt es wahrscheinlich zuhauf auch in Italien über die Deutschen - wenn sie in den Sommermonaten an den Teutonengrill einrollen, über das mäßig begabte Fußballspiel, etc.
Aber wer sich derart aufregt, begibt sich halt auf das Niveau des Karikaturstreits. Sicher, die Reaktion ist bei weitem noch nicht so massiv, aber ich denke, dass dies auch in Europa möglich wäre - wo wir Deutschen und Italiener doch alle über die Araber die Köpfe geschüttelt haben.
Also, wir sollten morgen beide Mannschaften fair Fußballspielen, wenn wir siegen gut feiern, wenn wir verlieren anständig bleiben (warum habe ich jetzt gerade bloß blaßblau-weiß gestreifte Trickots im Kopf?!?)…
July 3rd, 2006 at 3:57 pm
@ supermario
Ich könnte mich jetzt auch tierisch ärgern und dich über ein Internet-Forum als nazi beschimpfen, tu ich aber nicht. Der Eine macht über den Anderen Witze, was ist schon dabei?
Ich bin Italiener und lebe in Deutschland, weil ich dieses Land selbst gewählt habe (meine Familie lebt garnicht hier, auch meine Mamma nicht *g*). Ich fühl mich hier wohl und hab mich hier gut eingelebt, das wäre nicht der Fall wenn die Deutschen wirklich so fremdenfeindlich wären.
Das was ich vorhin über die Leichtigkeit der Italiener und den “typisch deutschen Langweiler” geschrieben habe war genauso wenig ernst gemeint, wie das was in Achilles Artikel stand. Ich geb sogar zu, als ich diesen Artikel gelesen habe, habe ich gut gelacht. Das sind doch die Zutaten, die so eine Satire ausmachen: extrem übertriebene Spuren von Wahrheit.
Hätte die Presse nicht noch einmal ein Riesentheater davon gemacht, wäre es einfach nur als eine etwas bissige aber immerhin witzige Satire interpretiert worden. Wie es halt meiner Meinung nach hätte sein sollen…….
Außerdem stimme ich dir voll zu. Über die ewigen Vorwürfe, die mit der nazi-Vergangenheit Deutschlands verbunden sind, kann ich mich nur ärgern.
July 3rd, 2006 at 3:59 pm
Auch ich wohne seit 6 Jahren in Italien und wurde nun kurz vor dem Halbfinale mit dem Spiegelartikel konfrontiert, den ich nur jetzt auf dieser Seite habe einsehen können. Bis zu genau diesem Augenblick hatte ich den SPIEGEL verteidigt und allen Italienern versichert, dass es sich höchstwahrscheinlich um einen etwas falsch gewählten Ausdruck handelte, der im Kontext gesehen sicher nicht so gemeint war (als Zitat in einem Nebensatz eines Artikels über die Immigranten zum Beispiel, der zudem historisch relativiert werden muss).
Ich habe nun gesehen, dass es sich nicht nur um einen falsch gewählten, unglaublich peinlichen Ausdruck handelt - wie von Anfang an klar war - sondern dass der Kontext in dem er benutzt wird, noch hundertmal peinlicher als der Auslöser des Skandals selbst ist! Ein Artikel, der dazu dient, sich über das Wesen des Italieners lustig zu machen?? Dummerweise ist er ja auch noch so etwas von unkomisch (wie sollte es anders sein, Humor ist nun leider nicht gerade eine der deutschen Primärtugenden…). Ich glaube, ich muss mich jetzt wohl bei allen meinen Bekannten entschuldigen und meine Meinung über den SPIEGEL revidieren, den ich gerade noch am Mittagstisch vor der Familie meines italienischen Freundes verteidigt habe. DAS hätte ich vom SPIEGEL wirklich nicht erwartet. (Und noch etwas anderes nicht: die Kommentare beim Fußball-Liveticker sind einfach lächerlich –> “das Leder”, “das Werkzeug”, “die Kugel”, “das Gehäuse” für Ball und Tor? Hat jetzt damit nich viel zu tun, aber: Welch peinliche Redakteure schart die SPIEGEL-Online-Redaktion um sich????)
July 3rd, 2006 at 4:34 pm
Ich habe mir soeben den Artikel sowie die Komentare von jedem Einzelnen durchgelesen. Ich lebe seit nunmehr 20 Jahren hier in Deutschland bin aber durch und durch Italiener. Ich finde es sehr traurig, dass sich ein Kolumnist so deart in seiner Wortwahl vertut, denn insebesondere solche Leute sollten um die Macht Ihrer Worte wissen. Es steht völlig außer Frage, dass ich diesen Artikel als einen “unter die Gürtellininie” und verachtenden Dreck erachte. Ich weiß wie kein Anderer um die Fehler der Italiener und muss dazu sagen, dass wir uns unserer Macken bewusst sind und nicht so wie andere darüber hinweg sehen und uns als die “Makellosen” hinstellen. Satire ist DAS keinesfalls mehr! Ich kenne viele Kumpels und bekannte die sich durch diesen Artikel sehr verletzt fühlen und ich denke, dass wir in einer Zeit leben in der Verachtung und Rassismus nicht zum Alltag gehören sollte?! Darum will ich noch sagen dass ich mich nichtsdestotrotz auf das Spiel am Di freue und natürlich hoffe dass Italien weiterkommt. Ändern kann keiner was aber einander achten können wir dennoch.
July 3rd, 2006 at 4:42 pm
So eine kleingeistige Diskussion. Hallo, das war ein Scherz! Geschmacklos? Na und? Wirklich bedenklich ist es, wenn wir Deutschen von einem hochrangigen Repräsentanten der italiani beschimpft werden. Wen kümmert ein drittklassiger Satiriker?
Wo bleibt denn hier die sonst so vielgepriesene italienische Gelassenheit? Oder ist die etwa in Bezug auf sich selbst nicht so ausgeprägt?
July 3rd, 2006 at 5:17 pm
Schön, einen Meinungsaustausch zu - verallgemeinert - derlei themen zu finden. Danke für viele Einblicke. Ich hoffe jedoch die hier und da auftretenden Entgleisungen sind eher auf schlechten Stil zurückzuführen als auf eine fragliche Überzeugung, so wie ich ja auch hoffe, dass hier ganz unten überhaupt noch jemand liest. Ganz zur Überraschung vieler Menschen in meinem Umfeld pflege ich schon seit längerem, meine positiven Gefühle für mein Deutschland und meine deutschen Jungens (Fußball) zu äußern; die wm ist da doch nur zufall. Dass es nicht nur meins ist, und andere das anderes sehen wird mir schon auch klar; so auch bei der wm. Schade, wenn Toleranz dann manchmal wieder in den Hintergrund tritt, wenn man nach gewonnen Spielen weniger mit der Freude über die deutschen als vielmehr mit der Schmähung der Spieler (und) anderer Nationen beschäftigt ist. Diesen Spottrufen kann ich nur das im allgemeinen faire Verhalten der Fußballmannschaften entgegenhalten. Leider häufen sich hier auch gerade die Ausnahmen. Aber wer als deutscher oder nicht meint, es sei ein Minderwertigkeitskomplex, sich der Sichtweise von Nachbarn zu nähern, sie zu verstehen suchen, hat sich doch wohl geschnitten. Größe beweist doch immer noch, wer sich nicht versteckt, sondern dem Beleidigten seine Kontroverse zur Beleidigung offenbart. Schade dass hier genau Intoleranz passiert. (”Klappe halten”). So sehe ich leider die Menschen um mich rum oftmals. Unfähig zu hinterfragen. Furchtbar ängstlich.
All diesen, die sich dann ja wahrscheinlich auch wundern, dass die Italiener sich - so generell angesprochen - beschimpft fühlen, möchte ich eigentlich eins sagen. Ihr braucht keine Angst zu haben. Deutschland ist groß und Deutschland ist stark. Und wenn ein so großes Land dann “kräftich aufe kacke haut” siehts erst bedrohlich und hinterher nur noch beschissen aus. Der deutschen Mannschaft wünsch ich den Gewinn der wm, den meisten Fans (die da “Sieg” brauchen) eine 1:5 Niederlage.
Buon apetito
July 3rd, 2006 at 7:39 pm
Also ehrlich…..
der artikel ist net gut gelungen und auch net witzig.
aber seid doch lieber so fleissig und schreibt kommentare zu den englischen medien. da wird deutschland nämlich jeden tag zerrissen.
aber nein man regt sich ja lieber hier über einen artikel auf, der sogar eindeutig als satire gekennzeichnet ist. im ggs. z.b. zur englischen presse.
und dann wieder mit dem nazi-sch…anzukommen ist das lächerlichste.
das hat nämlich rein gar nichts damit zu tun. aber leider gibt es ja immer noch unter uns hochgradige moralapostel die bei dem kleinsten pfurz nazi-hintergrund riechen.
ein kleines beispiel: diskussionen über die fähnchen an den scheiben des PKW in meinem sportverein. der eine sagt das doch zu nationalistisch wäre mit den fahnen. der andere sagt wenn man nur eine fahne rechts hat, wäre das ein eindeutiges zeichen……………..
bei so was kommts mir echt hoch…………
in diesem sinne : bin stolz ein deutscher zu sein
in diesem sinne : hoffe ein gutes und faires spiel zu sehen
in diesem sinne : hoffe das “good old germany” gewinnt
p.s. : ja, ich habe italienische freunde…….aber da lachen einmal und dann ists gut.
gruß
sebastian
July 3rd, 2006 at 9:51 pm
Als Deutscher sollte man sich schämen, denn so wie sich die deutschen im Ausland verhalten ist unterste Schublade. Wenn hier jemand dick und häslich wird dann sind dass die Deutschen, die Deutschen haben keine Manieren und von Gastfreundschaft haben sie auch noch nie etwas gehört.
Habe aus meinem Bekanntenkreis gehört, dass die italiener für das Spiel gegen Deutschland von einem öffentlichen Schauplatz ausgeschlossen worden sind “wegen ärger” die einsigsten Krachmacher sind doch die besoffenen Deutschen, wenn sie verlieren “provozieren” wie Borowski (Deutscher???). Soviel zu Guter Gastgeber.
July 3rd, 2006 at 11:34 pm
Ich gebe Euch einfach mal meine abschliessenden Worte zum Thema zum besten:
Zeigen “wir” es den Italienern doch einfach auf dem Platz!
Denn “wir” sind Papst, wenn auch mit einem Kaiser an der Spitze.
Die Hand Gottes kann auch nicht mehr eingreifen - mit oder ohne Eintrittskarte fuer unerwueschte Freunde.
gruss…Martin
July 4th, 2006 at 12:13 am
@ marcnesium
wollte dir nur sagen, dass du es meiner Meinung nach genau auf den Punkt gebracht hast. Ich bin hundertprozentig deiner Meinung.
@ Elsa Laska
ich weiß ja wirklich nicht wie tief verwurzelt deine Probleme mit Deutschland sind, aber dass du dich jetzt als arme Auslandsdeutsche hinstellst, die in Italien mit Worten gekreuzigt wird, und für die Sünden des Achim Achilles büßen muss, ist ja wirklich reichlich bemitleidenswürdig.
Wie du siehst, bist du nicht die Einzige, die in Italien lebt, und ich muss ehrlich sagen, dass ich bisher noch nicht in einen Zustand des Leidens eingetreten bin, nur weil ich hin und wieder auf den Spiegel-Artikel angesprochen werden. Die meisten hier kennen ohnehin keinen einzigen Satz des Artikels und wissen nur, dass sie irgendwo als Parasiten “beschimpft” wurden, und das langt dann schon um sich zu ereiffern…
July 4th, 2006 at 12:59 am
Die sog. Satire von Achilles mag begründete Ursachen haben-nur der Zeitpunkt war vollkommen falsch gewählt-wie die Revanche Reaktion aus Italien zeigt (Frings Tätlichkeit Video) - insofern eine treffende,aber auch hinterhältige Replik,die sicherlich das Klima im Halbfinale vergiften wird und man kann nur hoffen,daß die Klinsmänner die passende Antwort geben.
Am Rande bemerkt-schon der provozierte Elfmeter gegen Australien war oberlink-und allein deswegen muß das Finale unter fairen Deutschen und Franzosen ausgespielt werden!
Vielleicht kapieren die deutschen Frauen dann auch endlich einmal,daß Leidenschaft nicht nur ein Synonym für südländische Schönlinge ist.
Zumindest diesen Sommer oder bis zum nächsten (Wett) Skandal!
Gruß Armin (nomen est omen)
July 4th, 2006 at 3:33 am
„Wir kennen sie gut, diese Deutschen, diese einförmigen, supernationalistischen Blonden, diese zehn Millionen touristischen „Streber“, die jedes Jahr „lärmend über unsere Strände herfallen“.
(Stefano Stefani, Tourismus-Staatssekretär)
“Martin Schulz (Anm. deutsche Europa-Abgeordneter) sollte als Aufseher im nächsten italienischen KZ-Film mitspielen”
(Silvio Berlusconi, ital. Ministerpräsident a.D.)
Um mich dieser unwirklichen und fast vollständig grotesken Diskussion endgültig zu entziehen, schließe ich mit einem Zitat von Angelo Bolaffi:
“Die Italiener schätzen die Deutschen, ohne sie zu lieben. Die Deutschen lieben die Italiener, ohne sie zu schätzen.” - Ich schätze nämlich vor allem Ruhe und Gelassenheit bei satirischen Beiträgen aller Couleur.
July 4th, 2006 at 10:27 am
Es tut mir auf jeden Fall leid, dass die in Italien lebenden Deutschen, die hier Ihre Meinung gesagt haben, soviel unter der ganzen leiden müssen. Aber mal ehrlich, muss man überhaupt so betroffen reagieren.
Wenn solche Leute wie ARMIN irgendwelche Kacke über das “unfaire” Spiel der Italiener labern, könnte ich es auch als Beleidigung sehen. Doch eingentlich hat ein solcher Schwachsinn nur einen Grund: so nach dem Motto “alle sagen das, also sag ich das auch”.
Wie CALMA gesagt hat, kennen die Meisten garnicht was genau im Artikel steht, es wurde nur so präsentiert, dass sich die Italiener gleich beleidigt fühlen.
Ich sag ehrlich, als ich vom Artikel gehört habe, hab ich auch so reagiert: “Ab jetzt boykottiere ich den sch…Spiegel”. Dann erst wurde ich neugierig und hab nach dem Artikel gesucht. Als ich es schließlich gelesen habe, fand ich ihn eher harmlos.
Ich jedenfalls lass jetzt gut sein, freu mich aufs Spiel und werd zusammen mit Deutschen und Italienern eine im Gegensatz zu 2002 in jeder Hinsicht gelungene WM feiern.
July 4th, 2006 at 11:14 am
Ich habe eben von der Aufregung um diesen Artikel gelesen und ihn mir auch gleich zu Gemüte geführt. Und- was soll ich sagen- ich konnte ein fettes Schmunzeln nicht unterdrücken. Danke, Achilles, für dieses Amüsement.
Wenn einer einen Artikel schreibt über fette, biersaufende, weißwurschtfressende Deutsche- dann lach ich drüber, denn ich bin ein schlanker, wassertrinkender, sportlicher Vegetarier! Wer sich von Satire nicht getroffen fühlt, möge sich nicht aufregen. Wer legt denn fest, wo Satire aufhört und wo Beleidigung beginnt? Irgendeine zarte Seele wird immer weinen! Für mich war dieser überspitzte Artikel bei SPON eindeutig Satire!
Und, tatsächlich, es kamen Formulierungen drin vor, die auch im 3.Reich Verwendung fanden? Ist ja ein Ding! Wir sprechen noch heute die gleiche Sprache wie damals, da läßt es sich kaum vermeiden, daß sich Formulierungen nach 60 Jahren auch mal wiederholen! Deshalb die Nazivergangenheit wieder auszugraben halte ich für… naja, ich sag´s diplomatisch: hohl.
Ich freu mich auf daß Spiel heute Abend, mögen die Deutschen gewinnen… Hier erwartet doch keiner, daß ich aus Mitleid mit den wegen des bööösen Spiegelartikels verletzten Italienern* jetzt mein Land verrate?
*Womit natürlich nicht alle Italiener gemeint sind, wer wird mir denn gleich Pauschalisierung vorwerfen?
July 4th, 2006 at 11:30 am
Wow, ich muss Achim Achilles ein Kompliment machen, wenn ich die Beiträge, und vor allem die Menge der Beiträge hier lese. Ein Satiriker will in erster Linie Aufmerksamkeit erregen, u.U. auch auf Misstände hinweisen und zum Nachdenken anregen. Das ist ihm wohl auf jeden Fall gelungen
.
Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich die Reaktion zum großen Teil engstirnig und erschreckend finde.
Achim Achilles schreibt in seiner Kolumne Satiren, und diese ist zugegebenermaßen infantil und nicht besonders gut gelungen. Dennoch sehe ich keinen Grund, sich dermaßen aufzuregen.
Es ist nun einmal so, dass in jeder Nation gewisse Vorurteile gegenüber anderen herrschen - das liegt in der Natur der Menschen (die Frage ist eben, wie man damit umgeht und sie bewertet). Satiriker nehmen diese auf die Schippe. Und das tut nicht nur Achim Achilles, sondern auch ausländische Kolumnisten.
Alle Deutschen fahren nach Malle zum Ballermann, saufen, haben Sonnenbrand und benehmen sich schlecht. Alle Deutschen sind ausländerfeindlich. Deutsche sind immer pünktlich und akribisch und totlangweilig. Deutsche fressen nur Weißwurst und Haxn und saufen Bier. Humor haben sie auch nicht. Ich könnte es noch weiter ausführen. Und genau diese Vorurteile greifen auch ausländische Humoristen gerne auf. Nur kräht danach kein Hahn. Andere dürfen das ja. Trotzdem bin ich nach wie vor gerne im Ausland. Wie die Menschen einem begegnen, das kommt nämlich auch auf einen selbst an.
Nur wir Deutschen, wir sind nach 50 Jahren immer noch gleich die Nazis, wenn wir nur mal schief gucken - und zum großen Teil machen wir uns noch selbst dazu.
Ich bin schon erstaunt, wie viele sich nun zur WM trauen, Deutschland-Flaggen überall zu drapieren, ohne dass sie gleich Angst haben, als Nazis oder Nationalisten zu gelten. Und ich muss sagen, das ist eine Entwicklung, die ich sehr begrüße.
Ich sage damit nicht, dass man die Vergangenheit vergessen oder relativieren sollte. Schlimm genug, dass es (und leider nicht mal nur in Deutschland) Neonazis gibt.
Aber ich identifiziere mich nicht mit der Nazi-Vergangenheit Deutschlands. Ich bin Deutsche, ich bin hier geboren und ich lebe gerne hier, denn trotz aller Probleme, die Deutschland wie jedes andere Land auch hat, lässt es sich hier verdammt gut leben.
Wie wärs, wenn man in der Diskussion selbst mal weniger verallgemeinert? Z.B.:
“Die Italiener können nicht über sich selbst lachen.”
Alle Italiener? Ich meine, was passiert denn hier? Hier werden doch genauso Vorurteile aufgegriffen und verallgemeinert, wie in der Satire von A.A. . Nur, dass das in diesen Beiträgen hier nicht mal ansatzweise zum Lachen ist.
July 4th, 2006 at 1:31 pm
selten so gelacht. der artikel in spiegel online trifft´s zu 100% - so sind die ithaker. hinterlistig, feige und grossmäulig. kann man an der beispielhaften fairness erkennen, mit der dies sch…volk unseren frings aus dem rennen geschmisen hat. was soll´s: wer seine meisterschaften kauft, manipuliert auch die wm. ich freue mich schon auf heute abend. gewinnen die richtigen, nämlich wir, werde ich jeden luigi lang anpöbeln. verlieren wir, gibts auf die fresse. denen muss man dringend beibringen, wer hier zuhause ist, und wer nur parasit.
cu in dortmund
July 4th, 2006 at 3:34 pm
@ Werner Wernersen
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit.
Mark Twain
Um exemplarisch vorzuführen wes Geistes Kind einige der Prolos sind, die glauben hier ihren Senf dazugeben zu müssen, habe ich Deinen Kommentar durchgehen lassen. Ich werde auch den Verdacht nicht los, dass der besagte Artikel “Eingeölt und angeschmiert” genau für Zeitgenossen Deines Schlags geschrieben wurde, vielleicht hast Du auch nur den Spiegel-Artikel “Beim Fußball hört der Spass auf” gelesen.
Ansonsten gilt daneben, dass ich in Zukunft keinen einzigen Kommentar veröffentlichen werde, der irgendeine Vokabel aus der “braunen Zeit” enthält. Die Leute können sich also schonmal das Schreiben ersparen.
July 4th, 2006 at 3:36 pm
@ werner wernersen
Da gibts nicht viel zu sagen, außer dass du ein guter Beispiel für diesen o.g. Minderwertigkeitskomplex bist. Zum Glück sind solche Deppen bei den Deutschen nur Ausnahmen.
Viel Glück beim Spiel für den 3. Platz
July 4th, 2006 at 3:37 pm
Ciao a tutti,
meine Name isse Antonio. Ich bin geboren hier in Deutschland aba binne italiene und fuhle misch sehr wohl ier.
Alle sin so nett zu mir. Auf Arbeit und auf Strase. Ich habe gelesen was hat geschrieben Herr Achille. Ich abe viel gelacht und finde eine gute Witz. In italia wir mache auch Witze uba Deutsch. Is alles nur Spasse.
Ich nicht verstehe die Aufregung die Leute haben uba diese Zeitungberischt. Wir italiene verstehe viel Spass aba bei Fraue, Gelde und Sport ört die Freundschaft auf ; ).
Allora eute Abend spiele Italia mit Germania. Und das bessere Mannschaft musse Gewinnen ( Naturlisch Italia ; ) ).
Herr Achille ist bestimmt kein schleschte Mensch weil er schreibt solche Sachen…er machte seine Job und provoziert. Und weil wir ier diskutiere, er atte sine job richtig gemacht.
So das sagt der Italiener in mir ! ( Inklusive schlechter Aussprache ; )
Ich heisse wirklich Antonio und bin auch Italiener. Bin im schönen deutschen Lande geboren und möchte hier auch nicht wieder weg ( Soviel zum Thema Parasit ).
Manche von euch müssen das lockerer sehen. Als Deutscher müsst Ihr euch in Italien nicht schämen weil Herr Achilles seinen Job macht. Im übrigen find ich den Artikel superlustig zwar ist einiges gelogen ( Unspektakuläres Gemächt……wir Italiener haben ALLE nen riesen Hammer in der Hose ***LOL*** Augenzwinker Grins) aber im großen und ganzen recht witzig.
Schlimm finde ich dagegen wenn ich im Italientrikot / deutsch italienischer Gesichtsbemalung zum Publik viewing gehe und mich sowohl Deutsche als auch italiener als „Nutte“ „Vaterlandsverräter“ oder scheiss Ittacker bezeichnen und mir schläge androhen. Das finde ich furschtbar und beängstigend. Aber Idioten gibt es überall in Deutschland und in Italien. Und wer auf diese Idioten hört brauch sich nicht beschweren wenn Ihm/ Ihr Kopfzerbrechen bereitet.
Also machen wir uns alle locker und schauen wie Italien Deutschland fair besiegt oder andersrum.
Ich bin zwar in Deutschland geboren und aufgewachsen aber beim Fussball schlägt mein Herz nunmal für Italien. Meine deutsche verlobte ist eingefleischter DFB FAN….und das passt auch so. Wär doch doof wenn alle Deutsch wären….oder alle Italiener….oder was es da sonst noch für 180 andere Nationen mit unterschiedlichen Marotten gibt.
Also dann wünsche ich euch allen ein schönes Spiel und eine gute Pizza ; )
Gruss, Italo Tony
Ps: Kann auch über mich lachen obwohl ich konservativ italienisch erzogen wurde……achso …..bin 24 und wohne seit 3 Jahren nicht mehr bei Mamma e Papá.
July 4th, 2006 at 3:51 pm
@ Werner Wernersen
Sie mein lieber Herr Wernsen sind ein perfektes Beispiel für einen Dorfproleten.Ich dachte in der Sonderschule lernt man erst ab der 9ten Klasse lesen und schreiben. Hat Ihnen Ihr Lehrer beim Verfassen dieser Worte geholfen oder haben Sie das ganz alleine hinbekommen ? Ein Hoch auf diesen literarisch hochwertigen, geistigen Erguss von Herrn Wernsen.
Also Werner nix für ungut …..kipp Dir noch en Bier in Nacken…das werd ich nach der Arbeit auch machen.
Einer wie Du muss doch vor Wut kochen das so ein dreckiger parasitärer Ittacker wie ich eine wunderschöne intelligente DEUTSCHE Frau heiraten wird. Höhöh……also Werner trotzallem viel Spass beim Spiel heut abend und pöpel nur rum wenn du das Echo vertragen kannst.
Gruss
Mambo Italiano ; )
July 4th, 2006 at 4:06 pm
Eine sooo typisch deutsche Unterhaltung hier. Total peinlich.^^
Der Artikel ist überspitzt, aber das hat nun mal Satire an sich. Kommt vielleicht zum falschen Zeitpunkt weil momentan alle sehr gespannt auf heute abend sind. Aber sonst..
Es sind gerade die Millionen überradikallinksgrünen Deutschen die sich schämen Deutsch zu sein, die eine Radikale Rechte anstacheln. Die Pseudointelektuellen.
So ein Artikel könnte und wird überall in der Welt verfasst. Aber nur in Deutschlan heulen Leute auf, bzw. ziehen sofort die Parallelen zum Zweiten WK. Gleich gehts mit Ossis/Wessis weiter.
Einfach zum Brüllen…..
July 4th, 2006 at 4:17 pm
Hallo
Eine gelungene Satire.
All die Nörgler und schwarz maler müssen ja ihren unüberlegten komentar dazu abgeben.
aus einigen komentaren kann ich sehr gut erkennen dass viele sich ertappt fühlen und dass ist ihnen nicht recht.
sprechen doch ihre äusserungen bände.
tief in ihren inneren denken sie doch so wie die satire es aufzeigt.
hallo ihr schwarzseher und nörgler, wie werden wir deutschen denn sonst auch dargestellt
krauts bratwurst burgen und lederhosen so werden wir doch gesehen und wer regt sich auf??
nee es ist schon ok so und zugast bei freunden ist doch richtig.
wie lange wollt ihr eure freundschaft verstecken ??
selbstbewust und mit gehobenen hauptes darf man doch durch die lande ziehen.
hier schreibt einer überzogene texte und regt zum nachdenken an.
also kommt runter vom ross der gebeugten häupter.
nehmt es mit humor und zum anstoss des nachdenkens.
ich schmunzel jedes mal wenn ich dieses satire lese finden ich doch ab und an auch meine gedankengänge wieder.
mit freundlichen grüssen jo
July 4th, 2006 at 4:43 pm
Auch ich finde die Satire mehr als gelungen und mehr als erbärmlich, dass man sich darüber so echauffieren kann. Was soll das ? Wenn die Deutschen bei RAI als “Knödelfressende dickbäuchige Pöpelmasse, die die Adria verschmutzt” bezeichnet wird, dann werden genau diejenigen, die weiter oben sich schämen Deutsche zu sein, weil dieser Artikel erschien, wahrscheinlich sagen “ja, liebe Italienische Presse, ihr habt recht, wir sind ein schlimmes pöpelndes Volk”.
Ich kann das nicht glauben was für ein Aufruhr genmacht wird wegen dieses lächerlichen Artikels. Aber das ist typisch Deutsch !
Es gibt nen netten Spruch: Spreche mit Intelektuellen über Literatur, mit Schwachsinnigen über alles was ihnen Freude bereitet. Wenn die Herrschaften also wollen, dass wir weiterhin in die Büßerrolle gehören, nur weil ein Kolumnist eine etwas überzogene Darstellung unserer Italieneischen Freunde in der Zeitung abdruckt, dann brauch ich gar nicht darauf hoffen, mit eben jenen über Literatur zu sprechen.
Heute Abend hauen wir sie weg und das bei einer sehr leckeren Pizza und einem wohltuenden Bardolino !
July 4th, 2006 at 4:50 pm
Update:
+++
Heute in der Italienischen Tagesschau um 1200:
In Dortmund wurde einem Italienischen Ladenbesitzer unter Androhung einer Geldstrafe verboten die italienische Flagge ins Schaufenster zu stellen!
+++
Seit 3 Tagen nichts anderes als AntiDeutsche Propaganda im Ital. TV !!!
Aussagen die in Deutschland Bild oder Stammtischniveau haben kommen hier im TV !!
+++
Naja: ICH HOFFE VON GANZEM HERZEN NUR EINS:
Das heute Abend um 2100 wenn die Ital. Hymne gespielt wird NICHT gepfiffen wird !!
(Der Stadionsprecher oder F. Beckenbauer, ist ja eh da, sollte unbedingt eine Ansage machen )
Viele Grüsse
Fabian
July 5th, 2006 at 12:18 am
so ein schwachsinn…
Auf der Fanmeile in Berlin haben die 3 Italien Fans auch bei der Deutschen gepfiffen.. Das ist Fußball.. Und wenn die Gelbe Presse in Italien so ein Schwachsinn bringt, von wegen Geldstrafe für die Flagge, tjo, es sind eh nur bestimmte Schichten die das lesen, und um diese sollte man sich keine Sorgen machen..
July 5th, 2006 at 12:22 am
So, wir habens geschafft, auch wenn die Deutschen gepfiffen haben wos ging. Lieber Herr Achilles, ich warte auf ihren nächsten Kommentar über uns? Ich gehe jetzt ein Bierschen trinken auf Sie, Herr Achilles
July 5th, 2006 at 4:08 am
toll martin. der achilles hat sowas von recht. hat man heute gesehen. bin mal gespannt, was der (hoffentlich) prozess in italien so alles zum vorschein bringt in dem land, das ich wirklich gerne mag - genauso die kultur und das essen. nur eins hasse ich: die politik da und vor allem den italienischen fußball - alles mafia!!!
July 5th, 2006 at 7:18 am
Und-was hat das Spiel uns gezeigt????Die Mär vom sterbenden Schwan wurde wieder belebt-wie oft ist dieser Camoranesi böse verletzt worden und hat den Boden geküßt.Mit seiner Frisur hat er wohl Ronaldinho kopieren wollen-vielleicht sollte er mal bei dem schauen,WIE man fair spielt.
Aber das und die Petzerei ist ja typisch für die Südländer-kennen wir seit Jahrzehnten.Hat sich also nichts geändert-wir leben alle nach unserer Facon
weiter und die Emotionen gehen auch wieder runter-und vielleicht schmeckt
auch Pasta und Pizza irgendwann wieder.
Viva la France! Gruß Armin
July 5th, 2006 at 9:06 am
Ein wunderschönes Spiel gestern Abend. Beide Mannschaften mit Herz dabei. Eine Superleistung von beiden. Italien dann doch kaltschnäuziger mit mehr Zug zum Tor.
Ich bin italiener und finde es auch unschön wie die Italienische Presse auf den “Deutschen” rumreitet. Aber wie in meinen Beiträgen zuvor…. Idioten gibt es überall.
Mir wurde nach dem Italienspiel von “Fans” der DFB Elf ( keine Ahnug ob das Deutsche waren ) ins Gesicht gespuckt. Armseelig….Polizei stand direkt daneben…wurden abgeführt + Anzeige.Was ein Fussballspiel so alles auslösen kann….eimerweise Tränen und Aggression….sollte doch anders sein !! 1990 haben Italiener und Deutsche wunderbar zusammen gefeiert…ich werde jedenfalls am Samstag meine Trommel für Deutschland DRÖHNEN lassen und die Jungs anfeuern !!!! Und am Sonntag natürlich Italien.
July 5th, 2006 at 9:28 am
Danke schön Herr Achilles, so offensiv und motiviert haben die Italiener seit Florenz nicht mehr gespielt …
July 5th, 2006 at 10:03 am
Sagt mal, was soll das? Wird denn diese “Satire” damit gerechtfertigt,
indem wir in einem anderen Land vom Rundfunk oder Zeitungen auch
niedergemacht werden? Nach dem Motto: Wie Du mir, so ich Dir?
Das Armutszeugnis stellt sich doch j e d e r selber aus, der sowas
schreibt. Warum soll man denn da mitmachen?
Bei uns war gestern abend die Hölle los. Ich wohne in der Nähe einer
“Fanmeile” in Süddeutschland. Bis nachts um 3.00 Uhr haben alle
gemeinsam gefeiert Italiener und Deutsche. Null Agression, nur Spaß.
Und wir haben uns mitgefreut, man stelle sich das mal vor. Auch das
gibt’s bei den Deutschen…….
Hochachtung und Gratulation an die italienische Mannschaft!
July 5th, 2006 at 10:15 am
So, nun ist also alles vorbei. Natürlich war und bin ich sehr traurig, aber man muß den Italienern zugestehen, daß sie nicht unverdient gewonnen haben. Sie haben so gespielt, wie man es von ihnen erwartet hat (wenn auch recht offensiv am Anfang) und uns in einem anständigen Spiel geschlagen. Das muß man einfach anerkennen. Was da im Vorfeld mit Frings gelaufen ist, war in erster Linie von der FIFA besch*****, daraus eine deutsch- italienische Staatsaffäre zu machen, ist lächerlich. Daß sich trotzdem einige Tiefflieger dazu hinreißen lassen haben, bei der italienischen Hymne zu pfeifen, ist einfach nur peinlich, da haben wir uns als Gastgeber bei dieser WM schon besser gezeigt. Auch diesen dämlichen SPIEGEL Online- Artikel sollte man man in seiner Bedeutung nicht überbewerten.
Ich für meinen Teil freue mich trotzdem auf den Rest der WM und wünsche den Italieneren im Endspiel alles gute. Ich bin fest überzeugt, daß sie nun Weltmeister werden (habe ich im Vorfeld der WM auch bei betandwin getippt). Sie würden einen würdigen Weltmeister abgeben.
July 5th, 2006 at 10:57 am
@ Christine:
Es geht doch nicht um Rechtfertigung, sondern um einen Vergleich.
Was viele hier stört, ist die Tatsache, dass ein BÖSER Deutscher etwas ganz BÖSES über eine fremde Nation geschrieben hat und somit gleich wieder alle Deutschen ausländerfeindlich und sowieso Nazis sind.
Aber es ist vergleichbar: in anderen Ländern findet das auch statt. Das ist eben nun mal so. Satiren, ob gelungen oder nicht, leben von der Übertreibung und Zuspitzung, und dazu gehören eben auch gerne Vorurteile. Schon mal in England Fersehen geschaut? Die nehmen in schrägen Comedys gern alles auf die Schippe, wofür man nicht sofort verklagt würde, und das geht manches Mal auch unter die Gürtellinie. Who cares? Warum so ein Aufhebens, warum das Beleidigtsein? Oder passen die Schuhe etwa doch???
July 5th, 2006 at 11:28 am
berlinooooo berlinooooooo andiamo a berlinooo
ciao deutschland!arriverderci italia a berlino!!!
July 5th, 2006 at 12:29 pm
Also, ich arbeite in einem globalem Unternehmen, mit Sitz in der UK und treffe hier alle moeglichen Nationen. Ausserdem verlebte ich eine Weile mit einem Italiener (sogar mein Freund gewesen) und einer Italienerin (insgesamt ueber ein Jahr) - und muss sagen, es ist nicht immer unberechtigt, was im Spiegel beschrieben wurde. Ich verstehe einfach nicht, warum das hier so hoch gespielt wird? Jede Nation hat seine Macken, ich habe die der Deutschen hier erst richtig realisiert! Und die der Italiener habe ich auch schon mehr als 5 mal quer durch ganz Italien und Sizilien kennenlernen duerfen. Warum muessen wir denn solche Kommentare/Artikel als so ernst annehmen, wenn die anderen Nationen genau so denken und auch so aussprechen? Hier bekommt man als Deutsche auch nicht immer die nettesten Dinge gesagt, aber was solls? Ich bin ich - Deutschland ist Deutschland. Ich schaeme mich fuer das, wofuer ich mich schaemen muss - und das ist sicher kein Artikel im Spiegel! Alle Nationen haben Vorurteile, da es Menschen sind, ob sie diese aussprechen, zulassen etc ist vom Menschen abhaengig, nicht von einer Nation! Ich fand ihn den Artikel ok, konnte sogar schmunzeln, und ich denke, ich bin nicht die Einzige. Der Artikel hatte nichts mit “Nazijargon” oder Aehnlichem zu tun, finde ich, denn “Nazijargon” findet man eher auf der Strasse; es war Satire - Punkt. Und dabei sollte man es auch belassen… Die Menschen, die sich ueber diesen Artikel aufregen, sollten in fremden Laendern dann einfach mal hinhoeren, wie man ueber die Deutschen denkt - und das wird dann um einiges haerter ausgedrueckt - ist das dann in Ordnung, aufgrund unserer Vergangenheit? Denken Sie doch einmal darueber nach, wenn Sie ueber eine laengere Zeit im Ausland leben…
July 5th, 2006 at 2:21 pm
Tja, lieber Achilles, tut die Ferse weh? Kannst ja immer noch am Daumen lutschen: das tröstet, glaube mir.
Noch Gift in deinem Stift?
“Eingeölt und angeschmiert”…..und pflutsch !
sind die Deutschen …………… rausgerutscht .
Viele Gruße von einer italienischen Mamma (Maße: 85-60-85 cm.)
July 5th, 2006 at 3:06 pm
Heute in Portugal grosser Kommentar von Miguel Esteves Cardoso, hauptberuflich Dozent fuer Sozialwissenschaft an der Uni Lissabon, seine Buecher gibts auch in D´land, in der Fussballjornaille BOLA, die jeder Portugiese liest:
“im Spiegel stand was Deutsche von Italienern halten, man nennt sie “schluepfrige Parasiten” (orig.: parasitas escorregadios) und Mama-Soehnchen”….
“man sieht wie die Deutschen ueber Italiener denken, und so denken sie auch ueber Spanier und uns Portugiesen”…
“sei es wie ist, es ist nicht zu leugnen, dass es immer ein gewisses Unbehagen mit den Deutschen gibt, vorallem wenn die Umstaende die staendige Zwangzucht (repressão), die sie ueber sich selber ausfuehren (exercem) mal fuer einen Moment lockern.
——–
ich wollt´s nicht glauben, jetzt wo ich hier in diesem Blog die Bestaetigung fand, kann ich nur sagen: ich schaeme mich fuer diesen Spiegelartikel.
Er hat den Deutschen mehr Schaden zugefuegt, als man sich das vorstellen mag….
Gruesse aus Perafita (naehe Porto)
Konrad
July 5th, 2006 at 5:51 pm
Leider finde ich keine Widerlegung der Thesen des Portugiesen, M. E. Cardoso. Denn von deutscher Seite um mich rum höre ich eher Zustimmung zum Text des “Achilles”. Auch hier lese ich von einigen Italienern und denen, die sich als solche fühlen, dass jener Text wohl vieles trifft. Vor allem eines ist mit ihm deutlich gemacht, nämlich dass der Deutsche (quantitativ) so denkt. Die Wortwahl (”parasitär”) zeigt geradezu schmerzhaft auf, dass in der breiten Masse Vergangenheit eine große Rolle spielt. So gesehen ist der Text eine komplette Satire auf den Deutschen, der kompromisslos und ganzheitlich derartige Klischees verficht und nicht umhinkommt, die Schädlichkeit der anderen zu befürchten. Dass wiederum finde ich durchaus besorgniserregend. Denn so viele Leute kann ich ja mit meinen Gedanken gar nicht erreichen. Wer vermutet denn schon, eine Kritik am Deutschen im Text “eingölt und angeschmiert”. Ich kenne weder Achim Achilles noch seine Intention. Aber das Ergebnis ist genau diese Kritik. Oder etwa nicht? Wenn mich ein Belgier in Belgien fragt: “Was machst du hier? Ist denn etwa wieder Krieg?”, fühle ich mich krass verletzt. Ich hoffe, ich bitte Euch: Die Intention der denkenden (reflektierenden) Deutschen ist doch zu zeigen, dass sie verletzlich, überwindbar und lustig sind; dass sie der Welt ein guter Gastgeber sein wollen. Unsere akzeptierte Niederlage gegen die nun mal besseren Fußballer zeigt das meiner Meinung nach. Ich hoffe nur, man sieht es auch. Ein intellektueller Portugiese kann doch nicht wirklich denken, dass alle Deutschen so über alle Italiener (Spanier und Portugiesen) denken. Wo wir doch unsere Vergangenheit aufarbeiten, wie kaum ein anderes Land.
Oder versteh ich porutgiesische Satire nicht?
July 5th, 2006 at 8:41 pm
‘Italy ranks 53rd in a worldwide index of media freedom, after Benin, Ghana and Bolivia, referring to a list drawn up in 2002 by the campaign group Reporters Without Borders’
The Observer
Sunday November 23, 2003
Das zum Thema Meinungsfreiheit in Italien! Deswegen wird “Der Spiegel” wohl als Sprachrohr der Bundesregierung gehalten! Ist wohl alles dem Einfluß von Berlusconi zu verdanken!
Unten folgt etwas zum Thema Satire. Vielleicht sollte dies auch mal in italienischen Zeitungen übersetzt und veröffentlicht werden.
“Als Stilmittel bedient sich die Satire einer extremen Übertreibung, sehr häufig auch einer Übertretung der Grenzen dessen, was vom Publikum als “guter Geschmack” empfunden wird. Sie verfremdet einen Sachverhalt, hebt Widersprüche in übertriebener und ironischer Weise hervor, stellt kritisch gegenüber, verzerrt einseitig die angeprangerten Zustände und gibt sie der Lächerlichkeit preis, stellt bloß und setzt herab. Dies geschieht meist aus einer einseitig-subjektiven Sichtweise des Autors heraus.
Oft wird eine Person, eine gesellschaftliche Gruppe oder ein gesellschaftlich-kultureller Trend zur Zielscheibe des Satirikers. Dieser erklärt z.B. ein von ihm auserkorenes Opfer zum Gegner, den er glaubt, mit Worten lächerlich machen und herabwürdigen zu dürfen. Insofern wohnt der Satire ein höchst aggressives Potential inne. In seiner einseitig-subjektiven Sichtweise prangert der Verfasser einer Satire also das an, was er für falsch und unerträglich, was er in seinen Augen für ein individuelles oder gesellschaftliches Fehlverhalten hält.”
www.spitze-feder.de/satire.php
July 5th, 2006 at 10:15 pm
@ amor:
Stimme mit Dir überein. Aber ist ein Intellektueller unbedingt intelligent?
Ist die Redewendung “Vergangenheit aufarbeiten” nicht schon entlarvend?
Wir arbeiten wieder mal anstatt wirklich nachzudenken und zu begreifen.
Richtig fleißig sind wir. Dafür sind wir ja bekannt. Wäre doch besser, unsere
Terminologie zu überdenken, denn wie kaum ein anderes Land haben wir
das wirklich nötig. Was andere Länder machen, ist deren Sache.
July 6th, 2006 at 12:38 pm
ich lebe und arbeite seit 6 jahren in italien und kann zu dieser angelegenheit nur sagen, dass die italiener im allgemeinen auch keine witze machen, wenn es darum geht die deutschen auf wuerstel und krauti zu reduzieren.
die satire im spiegel ist ja nicht soo verkehrt geraten - leider zeigt die reaktion der italiener mir nur, dass, erstens, diese keinen spass verstehen und zweitens, die deutschen in italien nach wie vor der sympathietraeger nr. 1 sind: ueberheblich und nationalstolz (da sind sie wieder), kulturlos, biersaufend usw..
ich ertrage jetzt seit zwei tagen staendchen der deutschen nationalhymne (natuerlich die erste strophe - die richtige kennt kein italiener), witze ueber (wie immer) wuerstel und krauti, ueber den (na klar!!) viel laengeren.. der italiener, usw. die ironie ist derb und hat - mit verlaub - nicht mehr klasse als die satire des spiegels.
July 6th, 2006 at 3:41 pm
Nochmals, ich werde in Zukunft keinen einzigen Kommentar veröffentlichen, der einen wie auch immer verklausulierten Hinweis, eine Relativierung, einen Vergleich etc. zur NS-Zeit oder anderen Regimen enthält. wer sich angesprochen fühlt, möge bitte unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz
nachlesen.
Es langweilt gewaltig!
July 6th, 2006 at 5:50 pm
eMail an Achim_Achilles@spiegel.de und Chefredakteur bzw an alle Stellv. Chefredakteure.
Betreff: Wer im Glashaus sitzt
Sehr geehrter Herr Achilles,
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.
Öffentlich als Parasit beschimpft zu werden ist sicherlich ein mediales Foul unterhalb der Gürtellinie.
Darauf folgende Entschuldigungen helfen da nichts mehr!!
Sie haben Italien beleidigt, wie naiv.
Sie haben den Kampf mit den italienischen Medien gesucht, den haben Sie bekommen.
Wie fühlt man sich denn so, nachdem durch Ihr Verhalten die deutsche Nationalmannschaft um einen Frings ärmer wurde?
113 Sekunden in der 119 Minute war die gerechte Strafe und Genugtuung für die Azzuri und für das gesamte italienische Volk.
Wie fühlt man sich denn so, nachdem Sie das gesamte deutsche Volk zum Weinen gebracht haben?
Nehmen Sie sich ein Beispiel an der deutschen Nationalmannschaft und an den Deutschen Fans, die haben auch als Verlierer wahre Stärke gezeigt.
Aber ein Punkt würde mich noch Interessieren: Was oder Wer hat Sie dazu veranlasst???
Sind Sie als kleiner Junge von einem Italiener verprügel worden oder hat Ihnen Ihre Frau mit einem Italiener Hörner aufgesetzt???
Mit freundlichen Grüßen
Francesco
July 8th, 2006 at 8:30 pm
Gerechte Strafe?
Da hat sich ja jemand zum Richter befördert! Es gibt keine gerechte Strafe auf dem Fussballplatz (auch im wahren Leben nicht)!!!!!
Es gibt nur gute Schauspieler und damit hat Italien die gößte Dichte an Darstellern auf der ganzen Welt vom Pizzabäcker bis zum Fussballspieler.
Übrigens auch in Italien hat eine Minute nur 60 Sekunden!
Morgen abend wird’s einen wahren Weltmeister geben: Allez les blues! Die EM 2000 war kein Zufall!!!
July 9th, 2006 at 10:46 am
das problem ist, dass der artikel zu viel wahren inhalt hat, als das man es als satire durchgehen lassen könnte.
außerdem haben die italiener einen enormen(schon fast ungesunden) nationalstolz, der solche vielsagenden reaktionen hervorruft.
wäre in einem italienischen blatt satire über deutsche erschienen, hätte sich kein schwein dafür interessiert.(keine ital. kenntnisse?) es liegt einfach daran, dass hier so viele italiener leben(in deutschland).
irgendwie schon zu gast bei freunden, denn sie werden vermutlich NIE in ihr herkunftsland zurückkehren, und ihr leben lang hier zu gast sein. wohlgemerkt OHNE sich jemals deutsch zu fühlen. eher hassen sie die deutschen. als schlussfolgerung möchte man sich dann jedoch fragen warum sie überhaupt hier sind: kohle kohle und nochmals kohle! eine deutsche flagge werden wir vermutlich nie in italienischer hand sehen!
wie gesagt ein leben lang zu gast bei uns! so gut sie sich auch anpassen, INTEGRIEREN werden sie sich nie. (wenn dann schon eher die Türken……)
July 10th, 2006 at 9:04 am
Ich fand diesen Blog am Anfang noch unterhaltsam und gut. Nun reicht es Mir aber.
Aussagen wie Italiener hassen Deutsche….einfach nur falsch. Binmit einer Deutschen verlobt..wie kann ich dann deutsche hassen ?
Italiener integrieren sich nicht….nochmal falsch.
Soviel scheisse hab ich selten gelesen. Hier wird Hass geschürt. Der Artikel umfasst fast NUR Vorurteile und Halbwahrheiten. Ich glaub nicht, dass irgendeiner ein Recht darauf hat über italiener so zu urteilen ausser er gehört zu einer italienischen Familie.
nationalitäten werden nicht auf dem Fussballplatz beurteilt !! Sondern im wahren Leben. Das italiener manchmal Player sind steht ausser Frage. Es gibt aber in JEDEM Land Dorfproleten. Ja auch in Deutschland man stelle sich das nur vor.
Und so aussagen wie “Die integrieren sich nie” Doppelt und dreifach falsch”.
Der User der das geschrieben hat kommt wohl nie aus seinen vier Wänden raus und hat wohl nie ne Zeitung in der Hand.
Und wer damit nicht klarkommt , dass die deutsche Mannschaft trotz grandiosem Spiel einen guten 3 Platz gemacht hat und deswegen Ausländerfeindliche Texte von sich geben muss…..dem kann nur Jesus oder der Herr persönlich helfen.
Wisst Ihr was das Hauptproblem von bella Germania ist…….Ihr wollt es einfach nicht wahrhaben, dass Ihr uns italiener insgeheim liebt und achtet so wie wir es insgeheim mit euch halten.
Ich liebe Deutsche und Deutschland.
“But non of these Motherfuckers who tell shit they don´t even understand.”
Also….letzter Beitrag letztes Mal gelesen weil ich sonst echt Magengeschwüre bekomme bei soviel “Brauner Scheisse”.
Achso…..falls es jemandem entgangen ist. Italien ist Fussballweltmeister Stern Nummer 4 !!
Adieu les Bleus …..adieu les bleus. Revanche de 2000. Es gib keinen Zufall. Nur Bestimmung.
July 10th, 2006 at 10:19 am
buffon weltbester torwart???
elferschiessen jedesmal in der falschen ecke…
lehmann olé!
July 10th, 2006 at 1:47 pm
La Repubblica: “Ciao ciao Weltmeisterschaft. Jetzt scheint alles unvergesslich. Aber - einmal abgesehen von Italien und Frankreich - was wird uns wirklich von diesen Weltmeisterschaften 2006 in Erinnerung bleiben? [b]Die deutsche Menschenmenge etwa. Ein diszipliniertes Meer von Fans. Sie wirken immer so, als hätten sie eine natürliche Fernbedienung. Die Furcht, die daraus entsteht, ist, in wessen Händen der Kontrollknopf letztlich landet.”[/b]
………………….wenn in europa ein land gelernt hat mit seiner vergangenheit aufzuräumen und nie wieder als “lenkbare masse” in augenschein zu treten, dann die brd. dies gilt nicht unbedingt für das ganze land, aber wir haben eine eigene meinung und vertreten sie auch. man möge sich nur umsehen in welchen stadien ………………………………… gerne mal in die kamera gehalten werden…..
aber nun kann man ja den ausfall der “republik” als antwort auf die spiegel kolumne nehmen. in meinen augen ein klares nachtreten. siegermentalität, kennt man aber…………..
July 10th, 2006 at 2:00 pm
…und nochmals, ich werde in Zukunft keinen einzigen Kommentar veröffentlichen, der einen wie auch immer verklausulierten Hinweis, eine Relativierung, einen Vergleich etc. zur NS-Zeit oder anderen Regimen enthält. wer sich angesprochen fühlt, möge bitte unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz
nachlesen.
July 10th, 2006 at 3:27 pm
Admin hat vollkommen recht. Ich entschuldige mich für meine Klausalisierung.
War fehl am Platze und aus reiner Emotion aufgrund der Dummheit anderer entstanden. Ich werde mich nicht mehr auf diese Ebene herunterlassen da mein Denken sowieso ein anderes ist.
ich liebe Deutsche Land genauso wie Ihr Italien liebt …höhö.
Nun werde ich meinen parasitären, nichtsnutzigen, solzialhifleschnorrenden, Frauenfettmachenden Spaghettifressenden Hintern vom Pc bewegen und ins Fussballtraining gehen. Natürlich werd ich dort so oft es geht den sterbenden schwan geben und aufpassen das ich keine Kopfbälle spiele……damit meine schleimige Frisur nicht kaputtgeht.
Also in diesem Sinne.
Gruss
Achso…falls es jemandem entgangen ist…Italien ist Fussballweltmeister….ich kann mir nichts davon kaufen aber ich finds klasse : )
July 10th, 2006 at 4:30 pm
campioni del mondo
mama mia..
July 11th, 2006 at 12:58 am
tanti auguri per la quattra stella, italia.
@antonio:
ich kann mich bestens in deine lage versetzen, ich bin deutscher und mit einer italienerin verheiratet.
@alle italiener:
ich kann nur hoffen, dass euch klar ist, das dieser besagte Artikel nicht die meinung der deutschen bevölkerung widerspiegelt. ich denke der autor sollte noch etwas an seinen satirischen fähigkeiten arbeiten und nicht die stimmung der wirklich tollen wm beeinträchtigen in dem er einen schlagabtausch mit der italienischen presse sucht.
wer italiener kennt, und das sollte man wenn man so einen artikel schreibt,
dem sollte klar sein, das so etwas auf gar keinen fall gut gehen kann.
gott sei dank sind die fans hier satirisch besser veranlagt und singen arm in arm: nie wieder pizza bzw. nie wieder eintopf.
also italiener, bildet euch eure persönliche meinung über die deutschen nicht durch irgendwelche Zeitungsartikel, sondern durch eure erfahrungen, welche ihr selbst gemacht habt.
nochmal herzlichen glückwunsch, war ne riesen party (hab Rai uno geschaut) und nächstes mal holen wir unseren vierten stern
July 11th, 2006 at 11:47 am
Völlig unerheblich wie die Italiener in einigen deutschen Schmierblättern dargestellt werden. Eines sind wir sicherlich nicht - nachtragend!!!!
@doni @alle deutsche
In diesem Sinne wünsche ich euch 2010 (vom ganzen Herzen) den 4 Stern.
July 11th, 2006 at 1:02 pm
Diesmal kein Satiriker:
Nach dem WM-Sieg der Azzurri beleidigte Roberto Calderoli die französische Elf als “Mannschaft ohne Identität”. Italien habe gegen ein Team gewonnen, “das um der Ergebnisse willen die eigene Identität verloren hat, indem es Neger, Muslime und Kommunisten aufgestellt hat”, erklärte der Politiker.
July 11th, 2006 at 3:31 pm
@Versuch Italiener zu verstehen
Ich wüsste gern was du unter